Altonaer Museum zeigt: Alles im Fluss




Wer das Altonaer Museum in Hamburg kennt, wird Mühe haben, die Räumlichkeiten wiederzuerkennen. Da, wo einst der „Trachtensaal“ war – ein Tunnel, mit langen Vitrinenwänden auf jeder Seite – oder da, wo in Reih und Glied die Bauernhausmodelle standen, ist es plötzlich hell und luftig geworden. Nun beschäftigen sich kleine Boxen mit Themen wie Walfang oder Schmuggel; flankiert von einer Segelschiffparade. Die Schau „Alles im Fluss. Ein Panorama der Elbe“ kommt mit einer anschaulichen Architektur (Atelier Gillmann, Basel) leichtfüßig daher. Ich habe etwa nicht gewußt, dass mit einer Wellplastik, die ja vornehmlich Einsatz in Schrebergärten findet, solch einen ästhetischen Effekt erzielt werden kann. Die Ausstellung bietet eine Mischung aus Kultur- und Kunstgeschichte und macht einen Ausflug in die Biologie, indem sie etwa den Flußaal genauer analysiert. Sie ist leicht verdaulich, fast schon gefällig, ohne dem Fluss aber so richtig auf den Grund zu gehen. Aber wie heißt es im Ausstellungskatalog: „Die Elbe entzieht sich der Musealisierung; sie strömt fort und vorbei. Für einen schönen Ausflug, statt gleich direkt an die Elbe zu gehen, eignet sie sich allemal.
Das Buch zur Ausstellung: Alles im Fluss. Ein Panorama der Elbe, kostet 12.50 Euro.

Kategorie: Hamburg

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