Ein anderer Museumsbesuch
Herr Fliedl war im Museum, was ja öfters vorkommt. Und er schreibt auch ausführlich darüber. Das freut mich besonders, weil ich es immer noch nicht in das Mercedes-Museum nach Stuttgart geschafft habe!
Herr Fliedl war im Museum, was ja öfters vorkommt. Und er schreibt auch ausführlich darüber. Das freut mich besonders, weil ich es immer noch nicht in das Mercedes-Museum nach Stuttgart geschafft habe!
Morgen gibt es eine die Werkschau der Studierenden der htw in Berlin. Darunter natürlich auch: die Studierenden der Museumskunde. Im Pressetext heisst es: “Zweihundertzweiundneunzig Tage lang haben wir geforscht, gestaltet und entworfen” – hat das Jahr eigentlich nicht 352 Tage?… Es klingt auf alle Fälle interessant!
Ein Hinweis in eigener Sache und der ultimative Tipp für übernächstes Wochenende: die open-air-Ausstellung <Landschaft?> in der Schweiz.
Es handelt sich um eine Ausstellung über Landschaft in der Landschaft – im Lötschental auf dem Höhenweg von der Lauchner- bis zur Fafleralp und umgekehrt. Geöffnet ist Tag und Nacht, und wer es nicht zur Eröffnung am 9. Juli schafft, hat noch bis zum 4. September Zeit.
Die Ausstellung ist ein Projekt des interdisziplinären Vereins ‹muk› aus Basel, Frankfurt und Zürich. Landschaft ist, wenn man sie einmal näher betrachtet, mit allen möglichen Bedeutungen und Interpretationen besetzt. Mit diesen verschiedenen Bedeutungen setzte sich die open-air-Ausstellung auseinander – in Form von vielen Fragen und einigen Antworten, und das mitten in der Landschaft selbst. Schauen Sie doch einfach selbst! Im Lötschental, oder hier zunächst auf dem Landschaftsblog.
Sehr witzig: die Seite zur Moebius-Ausstellung in der Fondation Cartier in Paris. Unbedingt mit Ton anschauen und die Maus tanzen lassen…
Kaum zu glauben: Jim Knopf ist schon soo alt. Natürlich gibt es auch eine Geburtstagsausstellung dazu – im Geesthachter Stadtmuseum. Jim Knopf wird 50
Ich stelle mir vor, dass die AusstellungsmacherInnen alle große Fans von Micheal Ende waren und einen großen Spaß mit der Ausstellung hatten. Bis Januar 2011 kann man mit Jim Knopf Geburtstag im Museum feiern.
Im NDR kann man einen hübschen Film ansehen, der auch viel von der Ausstellung zeigt.
Wäre ich auf Usedom, würde ich es keinesfalls verpassen, in das Technik- und Zweiradmuseum in Dargen zu gehen. Aufmerksam auf das Museum wurde ich durch einen Beitrag auf 3sat von Gert Anhalt, der für die Reihe “Bin mal kurz …” die Insel besuchte. In dem Museum, das von einem Verein gegründet und geführt wird, wird nicht nur Technik – Mopeds, Motorräder, LKWS, der Konferenzbus von Honecker und ähnliches aufbewahrt, sondern auch zahlreiche Gegenstände aus der Alltagswelt der DDR.
Dass es in diesem Museum in erster Linie um Dinge geht, weniger um geschichtlichen Kontext, sondern viel mehr um die Beziehungen und Bedeutungen, die die BesucherInnen ihnen zuschreiben, konnte man in dem Beitrag gut sehen: da bekommt ein ehemaliger Lastkraftwagenfahrer von seiner Frau eine Tour über die Insel mit dem museumseigenen G5 (?) spendiert und kommt beim Kämpfen mit dem Schaltknüppel ins Erzählen. Oder da erklärt der Vater seinem kleinen Sohn das Spielzeug in der Vitrine, mit dem er einst begeistert gespielt hatte. Was fällt wohl den anderen BesucherInnen dazu ein, die nicht diese DDR-Vergangenheit aufweisen?
Kollege Jörn Borchert vom Blog Kulturellen Welten kuratiert die Ausstellung Filmriss – die letzten Tage der Internationalen Film-Union (IFU) in Remagen. Wie schon einmal in Bonn gibt es Fotos von Volker Lannert zu sehen – in einem leerestehenden Ladenlokal mitten in Remagen, anlässlich eines Straßenfestes an diesem Wochenende.
Wer bei Jörn Borchert die Beiträge über die Film-Union in Calmuth und vor allem über das Ende gelesen hat, sollte da unbedingt hinfahren!
Geschmack auf die Ausstellung gibt es hier.
Das jüdische Museum in München hat neuerdings einen sehr schicken Blog mit vielen Fotos. Die illustrierte Berichterstattung über Ausstellungen und über das Arbeiten hinter den Kulissen ist besonders schön, kann man doch leider nicht immer und ständig nach München fahren. Wir werden öfters hier reinschauen!
Gerne ist man geneigt, die Pappelallee, den Teich oder die hübschen Häuschen für “echt” zu halten – sie sind es schon, aber sie stehen oder liegen alle im wunderschönen Landschaftspark Fürstenlager Auerbach, einem Stadtteil von Bensheim.
Ende des 18. Jahrhunderts angelegt, findet man im engen Tal alles, was für solch einen Park wichtig ist: exotische Bäume, Freundschaftstempel, Volièren, Brunnen, Aussichtspunkte, sich windende Wege und vieles mehr.
Etwas Besonderers ist hier das Dorf, dass in einem solchen Park natürlich nicht fehlen durfte, das in der Regel aber nicht dauerhaft bewohnbar war. Hier boten die Häuser im Sommer den Angehörigen der Besitzerfamilien, später den Staatsbediensteten, Unterkunft. Im sogenannten Fremdenbau ist eine kleine Ausstellung untergebracht, die die Geschichte des Parks und seinen Bewohnern kurz erzählt.
Die Ausstellung gibt auch einen Einblick in die biedermeierliche Wohnkultur zur Zeit der Großherzoglichen Familie aus Hessen-Darmstadt, die den Park begründeten. Zum Teil wirkt das Ganze wie ein Bild.
Aber auch ein etwas befremdliches Bild: was ist das für ein Gerät auf dem Holzklosett, so haben wir uns dort gefragt.
Zuhause nochmals betrachtet, bin ich eher etwas über den Engel irritiert – stammt die Mode, ihn überall hinzupappen, etwa schon aus jener Zeit?
Insgesamt ist es ein schönes Erlebnis, durch die Anlage zu schlendern und die Ausblicke zu genießen – ein echter Pfingstausflug eben.
Am 12. Mai eröffnet die Außenstelle vom Centre Pompidou in Metz. Monsieur Frédéric Edelmann von Le Monde war schon einmal da. Sein erster Ratschlag: bloß nicht ums Gebäude gehen – von hinten sieht es aus wie eine Waschmaschine (und das erinnert Edelmann natürlich an die Öl-Raffinerie, mit der damals das Centre Pompidou verglichen wurde). Entworfen haben es der japanische Architekt Shigeru Ban und der französische Architekt Luc Arsène-Henry. Unklar äußert sich Edelmann darüber, ob das Gebäude eher einem Pavillon einer Weltausstellung, einer Seilbahnstation oder dem Haus der “Schtroumpfs“ ähnelt – es klingt auf alle Fälle futuristisch – und sieht auf der Internetseite auch so aus:
Wer mag, kann sich übrigens die 3 Jahre Bauzeit als Viedeoclip ansehen – ein schönes Kranballett!
Edelmann ist sich sicher: dieses Haus wird viele zufriedenstellen, weil es multifunktional ist, viele kulturelle Bedürfnisse bedient. Nicht zuletzt wird es auch deshalb Begeisterung hervorrufen, weil die Ausstellungen von Paris aus bedient werden. In der Eröffnungsausstellung Chefs-d’oeuvre? werden über 500 Werke aus dem Mutterhaus zu sehen sein. Vom 12. – 16. Mai wird Eröffnung gefeiert – Metz ist sicher eine Reise wert.