Sitzmöbel XXXVII

Geschrieben von am 18. Januar 2013 15:56

Gestaffelt sitzen im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden.

Museumsblog: sitzen im DHMD Leipzig

Eine Ausstellung braucht Leidenschaft!

Geschrieben von am 16. Januar 2013 11:23

Was war die spannendste Ausstellung 2012? Dazu hatten wir im Blog des historischen museums frankfurt aufgerufen.
Lange konnte ich mich nicht entscheiden – hatte ich doch 2012 viele Ausstellungen und für mich neue Museen gesehen. Im Rückblick hat mich aber doch eine Ausstellung am nachhaltigsten beeindruckt: Die Leidenschaften  waren im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden zu sehen.

Mein Ausstellungsbesuch war eher spontan: ich hatte nur wenig Zeit und wusste nicht, was auf mich zukommen würde. Da ich aber schon einige gute Ausstellungen des Hygiene-Museums gesehen hatte, waren die Erwartungen eher hoch.

Hygiene-Museum Dresden: Die Leidenschaften © DHMD, Foto: Oliver Killig

Was mir gut gefallen hat: die Eingangssituation, die mit rotem Vorhang geschmückt an ein Theaterportal erinnerte. Einmal drinnen, befand ich mich dann in der Tat in einem Bühnenbild. Die Ausstellung hatte also nicht umsonst den Untertitel: Drama in fünf Akten.
Die Grundidee der Ausstellung war es, mit den immer gleichen Möbeln eines bekannten schwedischen Einrichtungshauses fünf aufeinanderfolgende Wohnungen aufzubauen, die für ein bestimmtes Stadium der Gefühle standen. Am Anfang hat mich diese Möblierung etwas irritiert; das änderte sich aber mit der zunehmenden Verfremdung auf inszenatorischer Ebene, die der Zuspitzung auf inhaltlicher Ebene entsprach. Auf dem Höhepunkt der Leidenschaften war zum Beispiel alles schief und chaotisch.
Gut hat mir gefallen, dass ich als Besucherin direkt angesprochen wurde: der Raumtext bezieht einen mit in die Ausstellung ein. Gut fand ich auch, dass trotz des szenografischen Überbaus viele unterschiedliche Themen detailliert aufgeblättert und mit vielen  Objekten präsentiert wurden. Schön waren auch die vielen kleinen interaktiven Momente. Im Museum in einen Herd schauen oder Schubladen aufziehen zu dürfen, hat einfach eine andere Bedeutung als zu Hause.

Eigentlich bin ich eher skeptisch, was hochgradig inszenierte Ausstellungen im Museum anbelangt, da es sich oft nur um ein Gang durch Kulissen handelt. Diese Ausstellung hat mich aber 2012  am meisten überrascht. Ich fühlte mich direkt auf Augenhöhe angesprochen. Mehr noch: ich war in entzückt – von den Texten, den ungewöhnlichen Objekten und davon, wie Bekanntes verfremdet wurde. Wie gut es mir in einer Ausstellung gefällt, merke ich immer daran, dass ich mich lange aufhalte, jede Schublade aufziehen und jedes Objekt genau sehen möchte. Und hier war die Zeit definitiv zu kurz!

Hier kann man sich auf der Seite des DHMD noch Bilder der Ausstellung anschauen.

DIE LEIDENSCHAFTEN. EIN DRAMA IN FÜNF AKTEN
Eine Sonderausstellung des Deutschen Hygiene-Museums
25. Februar bis 30. Dezember 2012
Kuratiert von Catherine Nichols, inszeniert von der Opernregisseurin Mariame Clément und der Julia Hansen.

Tiere im Museum

Geschrieben von am 17. Januar 2012 08:17

Der Hummer

Gesehen in Dresden, im Militärhistorischem Museum der Bundeswehr.

Sitzmöbel XXXVI

Geschrieben von am 1. Januar 2012 16:31

Dreimal sitzen im Militärhistorischem Museum der Bundeswehr* in Dresden

* die leeren Bänke täuschen, ist das Museum doch sehr gut besucht; im November wurde schon der 100.000 Besucher begrüßt

Dresden rüstet auf

Geschrieben von am 19. Mai 2011 22:28

Die FAZ gibt hier einen Einblick, was uns ab Oktober in Dresden erwartet: das Militärhistorische Museum der Bundeswehr wird endlich eröffnet und es werden, wie man lesen kann, viele Diskussionen erwartet. Auf die sind wir natürlich gespannt.

Arbeit im Museum

Geschrieben von am 1. Juli 2009 20:42

Seit letzter Woche ist im Deutschen Hygiene Museum Dresden die vielversprechend klingende Ausstellung Arbeit. Sinn und Sorge zu sehen. Kuratiert wurde die Ausstellung von der Praxis für Ausstellung und Theorie in Berlin, die Szenographie ist von chezweitz & roseapple.
Wer so wie ich noch keine Zeit hatte, die Ausstellung anzuschauen, kann sich ja schon einmal mit der Internetseite der Ausstellung vergnügen – etwa die Timeline der Ausstellungsentwicklung ansehen oder mit anderen über Fragen wie „Was ist Arbeit? Was ist Freizeit?“ diskutieren.

Mit Hartz IV ins Museum

Geschrieben von am 22. Dezember 2008 15:44

Na, wenn das mal keine Weihnachtsnachricht ist: bis zum 8. Februar können in Dresden sächsische Hartz IV-EmpfängerInnen und Angehörige umsonst in die Staatlichen Museen gehen. So oft, wie sie wollen und in jede Ausstellung, die Kundenkarte der ARGE dient als Eintrittskarte. Schöne Aktion, könnte und sollte länger dauern.

Hier kann man nachlesen, warum der ehemalige Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin gegen den freien Eintritt ist, hier, weshalb Hanno Rauterberg dafür ist und Gottfried Fliedl erinnert uns in seinem Glossar: „Die Einhebung einer Eintrittsgebühr ist – neben der Regelung der Öffnungszeiten -, das wichtigste Instrument der Museen zu Herstellung sozialer Distinktion.“

Brücke schlägt Hufeisennase

Geschrieben von am 14. November 2007 12:48

Wir erinnern uns: im August sah es ja mal so aus, als würde ein kleines Tier – die Fledermaus namens Kleine Hufeisennase den Baubeginn der umstrittenen Waldschlösschenbrücke in Dresden verhindern. Nun ist wieder alles anders: Die Brücke darf nun doch gebaut werden. Das hat das sächsische Oberverwaltungsgericht in Bautzen entschieden; das Land Sachsen hatte gegen den Baustopp geklagt. Damit steht auch fest, dass Dresden den Weltkulturerbe-Status verliert. Irgendwie habe ich aber das Gefühl, dass hier noch nicht das letzte Wort gesprochen ist!
Hier berichtet Spiegel-online darüber und hier befindet sich die Seite der GegnerInnen der Brücke.

Ein kleines Tier mit großer Wirkung

Geschrieben von am 9. August 2007 15:29

Vielleicht wird der „Kleinen Hufeisennase“ mal ein eigenes Museum gewidmet. Das wichtigste Exponat: ein Bild der Dresdner Elbauen, der Blick auf die durch keine Brücke ver(ent)stellt. Bei der Kleinen Hufeisennase handelt es sich um eine Fledermausart, die es nun geschafft hat, den geplanten Baubeginn der Waldschlösschenbrücke am kommenden Montag noch einmal zu verhindern, wie Spiegel online berichtet. Naturschützer haben das Tier, wie mir scheint, buchstäblich aus dem Hut gezaubert und das Dresdner Verwaltungsgericht hat nun der Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss stattgegeben. Der Gang durch die gerichtlichen Instanzen kann also weiter gehen, und die Feuilletonisten haben weiterhin etwas zu schreiben.

Hier und hier hat der Museumsblog schon einmal darüber berichtet.

Die Brücke und kein Ende

Geschrieben von am 25. Juni 2007 14:02

Es gibt Nachrichten aus Christchurch in Neuseeland, wo das Unesco-Welterbe-Komitte tagte. Dazu schreibt die Frankfurter Rundschau online

„Das Komitee hatte im neuseeländischen Christchurch entschieden, das Dresdner Elbtal vorerst nicht von der Liste des Unesco-Welterbes zu streichen. Das Gremium bekräftigte zugleich seinen Widerstand gegen den Bau der Waldschlößchenbrücke in der bisher geplanten Form und forderte einen alternativen Entwurf.“

Dieser muss in drei Monaten vorliegen. Hier ist darüber etwas im Spiegel zu lesen und hier im Museumsblog.

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