Tiere im Museum

Geschrieben von am 18. Februar 2013 20:17

Ein Affe wacht im Museum of Liverpool über die Keramik.

museumsblog: affe im museum of liverpool

Sitzmöbel XXXVII

Geschrieben von am 18. Januar 2013 15:56

Gestaffelt sitzen im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden.

Museumsblog: sitzen im DHMD Leipzig

Eine Ausstellung braucht Leidenschaft!

Geschrieben von am 16. Januar 2013 11:23

Was war die spannendste Ausstellung 2012? Dazu hatten wir im Blog des historischen museums frankfurt aufgerufen.
Lange konnte ich mich nicht entscheiden – hatte ich doch 2012 viele Ausstellungen und für mich neue Museen gesehen. Im Rückblick hat mich aber doch eine Ausstellung am nachhaltigsten beeindruckt: Die Leidenschaften  waren im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden zu sehen.

Mein Ausstellungsbesuch war eher spontan: ich hatte nur wenig Zeit und wusste nicht, was auf mich zukommen würde. Da ich aber schon einige gute Ausstellungen des Hygiene-Museums gesehen hatte, waren die Erwartungen eher hoch.

Hygiene-Museum Dresden: Die Leidenschaften © DHMD, Foto: Oliver Killig

Was mir gut gefallen hat: die Eingangssituation, die mit rotem Vorhang geschmückt an ein Theaterportal erinnerte. Einmal drinnen, befand ich mich dann in der Tat in einem Bühnenbild. Die Ausstellung hatte also nicht umsonst den Untertitel: Drama in fünf Akten.
Die Grundidee der Ausstellung war es, mit den immer gleichen Möbeln eines bekannten schwedischen Einrichtungshauses fünf aufeinanderfolgende Wohnungen aufzubauen, die für ein bestimmtes Stadium der Gefühle standen. Am Anfang hat mich diese Möblierung etwas irritiert; das änderte sich aber mit der zunehmenden Verfremdung auf inszenatorischer Ebene, die der Zuspitzung auf inhaltlicher Ebene entsprach. Auf dem Höhepunkt der Leidenschaften war zum Beispiel alles schief und chaotisch.
Gut hat mir gefallen, dass ich als Besucherin direkt angesprochen wurde: der Raumtext bezieht einen mit in die Ausstellung ein. Gut fand ich auch, dass trotz des szenografischen Überbaus viele unterschiedliche Themen detailliert aufgeblättert und mit vielen  Objekten präsentiert wurden. Schön waren auch die vielen kleinen interaktiven Momente. Im Museum in einen Herd schauen oder Schubladen aufziehen zu dürfen, hat einfach eine andere Bedeutung als zu Hause.

Eigentlich bin ich eher skeptisch, was hochgradig inszenierte Ausstellungen im Museum anbelangt, da es sich oft nur um ein Gang durch Kulissen handelt. Diese Ausstellung hat mich aber 2012  am meisten überrascht. Ich fühlte mich direkt auf Augenhöhe angesprochen. Mehr noch: ich war in entzückt – von den Texten, den ungewöhnlichen Objekten und davon, wie Bekanntes verfremdet wurde. Wie gut es mir in einer Ausstellung gefällt, merke ich immer daran, dass ich mich lange aufhalte, jede Schublade aufziehen und jedes Objekt genau sehen möchte. Und hier war die Zeit definitiv zu kurz!

Hier kann man sich auf der Seite des DHMD noch Bilder der Ausstellung anschauen.

DIE LEIDENSCHAFTEN. EIN DRAMA IN FÜNF AKTEN
Eine Sonderausstellung des Deutschen Hygiene-Museums
25. Februar bis 30. Dezember 2012
Kuratiert von Catherine Nichols, inszeniert von der Opernregisseurin Mariame Clément und der Julia Hansen.

Sitzmöbel XXXVI

Geschrieben von am 23. Dezember 2012 15:48

Passt ja von der Numerierung genau: Bitte Platz zu nehmen auf ORIGINALEN Sitzen aus dem alten Wembley Stadion (2003 abgerissen) – genauer gesagt auf den Plätzen 36 und 37.

Sie stehen heute natürlich im National Football Museum in Manchester. Und, ja man kann  sich hier nochmals die Szene von 1966 anhören, als beim WM-Finale England gegen West-Deutschland ein Tor gegeben wurde, das eigentlich keines war….

 

 

 

And the winner is…

Geschrieben von am 22. Dezember 2012 15:34

Das Museum of Liverpool!

Das Museum hat den Council of Europe Museum Prize bekommen. „Museum is the cream* of Europe“, heisst es so schön auf der Museumswebsite, und Direktor David Fleming offenbart, dass es das Ziel war, nichts weniger als das beste Stadtmuseum der Welt zu machen.

Auf alle Fälle ein Grund mehr, es für nächstes Jahr auf die Liste der zu besuchenden Museen zu setzen – hier auf dem Museumsblog war ich schon voll des Lobes.

*was mich daran erinnert, dass es dort im Museumsshop den besten fudge mit clotted cream gab, den ich je gegessen habe…

Nicht verpassen: das Museum of Liverpool

Geschrieben von am 20. November 2012 23:09

Wer jetzt schon eine Museumsreise für 2013 plant und England im Blickfeld hat, der sollte auf keinen Fall das Museum of Liverpool in der gleichnamigen Stadt verpassen.

Bei einem Besuch in Liverpool ist der Besuch des Hafens, genauer die Albert Docks obligatorisch. Und da sticht es gleich ins Auge: ein wie dahingeworfen wirkendes Gebäude, das sich gut an die Umgebung anpasst, mit einem interessantem bunten Funkeln in der großen Glasfront.

Im Foyer fühlt man sich gut empfangen: man kann erst einmal auf der Bank etwas rumsitzen, den schneckenförmigen Aufgang, der natürlich an das Guggenheim Museum erinnert, anschauen, sich von der bunten Videoinstallation berieseln lassen oder erst einmal ins Cafe gehen. Für die vielen verschiedenen Eindrücke ist man dann gut gestärkt!

Das Museum of Liverpool ist ein buntes, differenziertes und vielschichtiges Stadtmuseum. Die Besonderheiten der Stadt werden thematisch in einzelnen Ausstellungen aufbereitet; wer eine Struktur oder einen Überblick braucht, bekommt einen kompakten Zeitstrahl im ersten Stock. Auch wer von Liverpool keine Ahnung hat bzw. Liverpool eigentlich nur mit den Beatles verbindet, wird hier seine Freude haben: es gibt so viel zu entdecken und zu erfahren.

Die thematischen Ausstellungen funktioniert jede für sich allein. The great Port gleich am Eingang dient als guter Einstieg, da ausgehend vom Hafen die Stadtgeschichte kompakt erzählt wird. Natürlich spielt hier auch die Eisenbahn eine besondere Rolle…

Doch nicht nur an die glorreichen frühenere Zeiten wird hier angspielt: die Gegenwart ist immer präsent – mit Objekten, im Film, in den Medienstationen. Diese sind all überall präsent: überall flimmert und dröhnt es. Die Medien haben sehr unterschiedliche Funktionen: sie sind Show wie der Film über die beiden Fußballmannschaften Liverpools, bieten Unterhaltung oder dienen als Objektlegenden. Auch viele Spiele, die man auch noch als erwachsene Besucherin gerne spielt, sind mit dabei. Jede Station für sich genommen, ist bereichernd – in der Menge aber dann doch etwas zuviel und zu laut.

Trotz dieser Medienpräsenz kamen die Objekte nicht zu kurz: sie sind keine „Alibi-Objekte“, sondern stehen für eigene Geschichten. Es sind oftmals Objekte, die sich ohne Legende nicht erschließen – aber dann umso mehr. So kommt jeder auf seine Kosten: schauen, lesen, hören.

Was auch noch auffällt, ist die Normalität, wie hier alles barrierefrei eingerichtet zu sein scheint – die Aufzüge funktionieren, alles ist gut ausgeschildert, die Filme können mit Bildunterschriften und Gebärdensprache ergänzt werden.

Alles in allem: ein grandioser Museumsbesuch, den ich hier nur andeuten kann. Da der Eintritt frei ist, kommen viele – zumeist aus der Umgebung – gerne wieder:  In dem Jahr nach der Eröffnung haben sich schon über eine Million BesucherInnen die Ausstellungen angeschaut. Das verwundert nicht, denn ein Tag reicht lange nicht aus, um alles zu sehen und auszuprobieren. Also: mindestens zwei Tage einplanen!

Nachtrag: Sehr lesenswert ist der Beitrag von Janet Dugdale, Direktorin des Museum of Liverpool, im von Bettina Habsburg-Lothringen herausgegeben Band: Dauerausstellungen.

 

 

 

 

Die Objekte im Museum, die berühren

Geschrieben von am 14. November 2012 19:17

Selten war ich von einem Objekt so berührt wie neulich im  Imperial War Museum North in Manchester – es handelte sich um ein zerschmolzenes Gebäudeteil aus dem World Trade Center in New York.

Das Berührtsein liegt natürlich zum großen Teil daran, dass ich diese Tragödie dank Fernsehen hautnah mitbekommen habe und nun sehr viele Erinnerungen geweckt wurden.  Aber dann unmittelbar vor solch einem Stück zu stehen, ist schon etwas anders als Medienbilder, die so weit weg erscheinen…

Es ist überhaupt erstaunlich und lobenswert, dass ein Museum, das sich den vergangenen Kriegen widmet, auch soviel Aufmerksamkeit den kriegerischen Auseinandersetzungen und Konflikten der Gegenwart widmet.

 

Tiere im Museum

Geschrieben von am 11. November 2012 13:24

Der Elefant im Imperial War Museum North in Manchester begrüßt die BesucherInnen vom Café in die Ausstellung.

 

Figurinen XXXIII

Geschrieben von am 5. November 2012 14:07

Eine spektakuläre Pose: angeblich feierte Arthur Kinnaird, ein Ausnahme-Fußballer, der auf allen Positionen spielen konnte, so 1882 einen spektakulären Sieg.  Zu sehen natürlich im  National Football Museum in Manchester.

 

Tiere im Museum

Geschrieben von am 20. Oktober 2012 12:51

Wie der Bär in die Vitrine kam, weiss niemand mehr von den vielen volunteers, die die alte Bibliothek des Yorkshire Museum für den Publikumsverkehr fitmachen.  Auf alle Fälle macht er sich an dieser Stelle als Buchwächter sehr gut!

Archiv

Noch was