Grande ouverture à Marseille: das MuCEM eröffnet!

Geschrieben von am 2. April 2013 18:22

So, nun ist es raus: am zweiten Juni-Wochenende wird das MuCEM eröffnet: Juhu! Ein bunter Reigen an diversen Ausstellungen erwartet die Besucherin. Wer ab dem 7. Juni und später nach Marseille reist, hat einiges vor sich: Im Neubau, im J4, wird die „Galerie de la Méditerranée“ eröffnet, die einen außergewöhnlichen Blick auf das Mittelmeer liefern möchte. Hier im neuen Gebäude findet eine weitere Ausstellung mit dem Titel „Le Noir et le Bleu. Un rêve méditerranéen“ statt. Auch hier geht es um die Darstellung des Mittelmeeres und beides Mal wird eine bunte Mischung an Exponaten versprochen. In der dritten Ausstellung geht es um Genderfragen – „Au Bazar du genre, Féminin – Masculin en Méditerranée“ beschäftigt sich mit Frau/Mann sein in den Mittelmeergesellschaften. Nun sind theoretisch schon mal 3.600 qm durchschritten. Eine kleine Pause ist vielleicht einzuplanen, denn es geht dann in den Gebäuden des Fort St. Jean weiter: hier soll „Le Temps des Loisirs“ an die Festkultur seit der französischen Revolution erinnern (und wohl v.a. einen Blick auf die Sammlung erlauben, die bereits die Vorgängerinstitution Atp zusammengestellt und gezeigt hatte…). Dann geht es eher künstlerisch weiter: In: „Les choses de ce côté du monde“ kommen gegenwärtige KünstlerInnen in Sachen Foto/Video zu Wort. Auch im Centre de Conservation ist etwas zu sehen: Hier soll sich künftig immer jemand Externes mit der Sammlung auseinandersetzen. Den Anfang wird Jean Blaise machen mit « Présentée vivante ».
Uff. Das wird spannend! Ich freue mich schon. Wer kommt mit?

Hier kann man sich schon mal vorbereiten…

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Fotos über den Krieg

Geschrieben von am 18. September 2011 16:02

Es bleibt beim Thema Krieg: in Düsseldorf ist die Ausstellung: Frontline – Die Macht der Bilder zu sehen.
Im Ankündigungstext der Ausstellung heisst es:

Und wieder stellt sich die Frage: Können Bilder Kriege und Krisen beenden, können sie die Weltöffentlichkeit aufrütteln? Dieser Frage will die Ausstellung “Frontline” anhand der Arbeiten von neun Fotografen der berühmten Fotoagentur Magnum nachgehen.

Im Zentrum der Ausstellung stehen die Arbeiten von neun Fotografen der internationalen Fotoagentur Magnum, darunter natürlich auch Robert Capa, der ja das Foto schlechthin „geschossen“ hat, das ja, eigentlich gestellt ist – oder doch nicht? Vielleicht wird das ja auch in der Ausstellung geklärt!

Ergänzt werden die klassischeren Kriegsfotos von Arbeiten aus jüngerer Zeit.
Ein guter Grund, mal ins NRW-Forum zu gehen.

Bildreportagen aus 50 Jahren

Geschrieben von am 7. Juli 2010 07:46

Ich erinnere mich noch gut an eine Ausstellungseröffnung in Hamburg, bei Gruner und Jahr in Hamburg mit den eindrucksvollen Fotografien des Berliner Fotografen Robert Lebeck. Hinreißend war auch der Fotograf selbst, als ich mir seine Publikation signieren ließ. Umso mehr freut es mich zu hören, dass Robert Lebeck eine große Ausstellung in Bremen gewidmet ist, die letzte Woche eröffnet wurde. Sie läuft noch bis zum 15. August im Focke-Museum

Hier kann man etwas dazu hören und hier etwas dazu sehen.

Filmriss in Remagen

Geschrieben von am 18. Juni 2010 08:07

Kollege Jörn Borchert vom Blog Kulturellen Welten kuratiert die Ausstellung Filmriss – die letzten Tage der Internationalen Film-Union (IFU) in Remagen. Wie schon einmal in Bonn gibt es Fotos von Volker Lannert zu sehen – in einem leerestehenden Ladenlokal mitten in Remagen, anlässlich eines Straßenfestes an diesem Wochenende.
Wer bei Jörn Borchert die Beiträge über die Film-Union in Calmuth und vor allem über das Ende gelesen hat, sollte da unbedingt hinfahren!
Geschmack auf die Ausstellung gibt es hier.

Vergessene Fotografen

Geschrieben von am 24. Februar 2010 11:13

Unbelichtet. Münchner Fotografen im Exil heisst die derzeitige Ausstellung im Jüdischen Museum in München. Im Mittelpunkt stehen die drei Fotografen Alfons Himmelreich (1904-1993), Efrem Ilani (1910-1999) und Jakob Rosner (1902-1950). Sie waren in den 1930er Jahren von München aus ins damalige Palästina emigriert. Sie konnten sich dort auch als Fotografen etablieren, weil ein Bedarf an fotojournalistischen Dokumentationen bestand – als Werbung für die moderne zionistische Bewegung.
Die Fotografien erzählen vom Entstehungsprozess Israels vor allem in den 1930er und 1940er Jahren und porträtieren mit Vorliebe Menschen bei der Arbeit. Auftragsarbeiten beobachten die EinwanderInnen bei landwirtschaftliche Tätigkeiten oder in der Fabrik. Ästhetisch qualitative Aufnahmen wie die Produktfotografien weisen auch vielfältige Bezüge zur europäischen Fotogeschichte auf, stehen sie doch für das Neue Sehen in der Fotografie.

Die luftige Gestaltung des Ausstellungsraumes und die Farben – viele Grautöne – schaffen eine angenehme Atmosphäre und fördern die Lust am Schauen.

In einem zweiten Raum werden weitere vergessene Fotografen und Fotografinnen aus München gewürdigt: in einem bio-bibliografischen Lexikon werden 50 FotografInnen vorgestellt, die zwischen Ende des 19. Jahrhunderts bis Ende der 1930er Jahren in München arbeiteten. 1938 mussten alle jüdischen Ateliers aufgrund der rassistischen Nazi-Gesetzgebung schließen. Vielen FotografInnen gelang die Emigration, andere wurden ermordet, und ihr fotografisches Schaffen vernichtet. Die Münchner Fotogeschichte wird in dieser Ausstellung also nochmals neu beleuchtet.

Kuratiert wurde die Ausstelllung von Tatjana Neef, die Szenographie stammt von Juliette Israël. Empfehlenswert ist auch das aufwändig gestaltete Begleitbuch, erschienen im Kehrerverlag.
Die Fotos stammen von der Internetseite des Jüdischen Museums.

Auf BR-online/Bayern 1 kann man hier ein Audio anhören und eine Rezension in der Welt lesen.
Am schönsten ist es natürlich, selbst hinzugehen – die Ausstellung läuft noch bis zum 23. Mai.

Und wer schon einmal dort ist, sollte auf keinen Fall die sehenswerte Dauerausstellung versäumen!

Die schöne Industriebrache

Geschrieben von am 21. Januar 2010 11:45

Manchmal öffnen die Banken in Frankfurt ihre Türen und lassen die Öffentlichkeit teilhaben an ihren Kunstschätzen. Was die DZ-Bank nun zeigt, ist ein fotografisches Juwel: über 50 Werke der Frankfurter Fotografin Inge Rambow. Die Retrospektive mit dem Namen Niemandsland ist als Hommage zum 70-sten Geburtstag der Fotografin gedacht. Die Fotografien reichen über einen längeren Zeitraum und zeigen verschiedene Aspekte der Schaffensperiode.

Mit Niemandsland sind die leeren Deponien und Industriebrachen gemeint, die die Fotografin seit den 1990er Jahren so unglaublich ästhetisch einfängt. Sie erstellt nicht Schnappschüsse, sondern Fotografien, die an Landschaftsmalerei erinnern – so durchdacht erscheint die Konstruktion. Die Werke aus der Serie Luna Baedeker Buna sehen von weiten aus wie schöne Landschaften: die Farben leuchten warm und sinnlich. Erst dann sieht man, dass es sich um Deponien handelt, um Abbruchstellen, in denen der Mensch zwar nicht mehr da ist, aber doch reichlich Spuren der Verwüstung hinterlassen hat.
Auch Fotografien aus ihrer bekanntesten Serie Wüstungen sind zu sehen – Aufnahmen aus ehemaligen Braunkohleabbaugebieten in Sachsen.

Die Werke reichen zurück zu Beginn bis in die 1970er Jahren, als Rambow in schwarzweiss ihre nächste Umgebung im heimischen Taunus fotografierte – mit dem Blick für’s Detail und ungewöhnlichen Sujets.
Insgesamt eine sehr anregende Ausstellung, schön und luftig gehängt in angenehmen Räumlichkeiten.

Über die Ausstellung hier nachzulesen in der Frankfurter Rundschau, auf hr-online und auf dem Kulturportal Hessen.
Die Ausstellung ist im Art Foyer der DZ BANK, Platz der Republik bis zum 17. April zu sehen, von Di – Sa 11 bis 19 Uhr.

Die Fotografien von Inge Rambow bei der Deutschen Börse.

Die Gärten des Monsieur Kahn

Geschrieben von am 26. Juli 2009 10:53


Albert Kahn wollte nicht nur einen Garten haben – sondern seine sieben Gärten sollte unterschiedliche Gartenkulturen vorstellen, sozusagen eine Reise um die Welt erlauben. Die etwa 4 Hektar große Gartenanlage ist Teil des Musée Albert Kahn in Boulogne-Bilancourt, das hier beschrieben wird.

In Dialog treten sollten die Gärten miteinander und das heisst heute, dass die Besucherin mit einem Plan ausgestattet, den kleinen, verschlungenen Wegen folgt. Die Vegetation ändert sich nahezu unmerklich. Sehr auffällig, weil sofort als „anders“ erkannt, sind natürlich die japanischen Gärten. Der erste Bereich ist ausgestattet mit zwei Pavillons, in denen japanische Teezeremonien abgehalten werden. Eines der beliebtesten Fotomotive ist heute die Brücke im neuen japanischen Garten, wo man einen Zen-Garten bewundern, auf kleine Hügel klettern und den Kois im Teich beim Schwimmen zusehen kann. Dieser Teil des Gartens wurde als Hommage an Albert Kahn 1990 von einer japanischen Landschaftsarchitektin neu gestaltet.

Aber auch die elsässische Herkunft von Kahn kommt nicht zu kurz: So liegen im Vogesen-Wald kleine Felsbrocken verstreut zwischen den Bäumen. Im Sumpfgebiet wiederum schaut man den Seerosen beim Wachsen zu und im Obstgarten kann das kunstvoll gewachsene Spalierobst und Rosen bestaunt werden. Der englische Garten mit seiner großen Wiesenfläche hätte man fast übersehen, da er sich, wie immer, vornehm zurückhält und Natürlichkeit vortäuscht.

Hinter dieser Bank ist der Wald blau – la forêt bleue vereint Nadelgewächse, die einen blauen Schimmer haben. Und am rechten Bildrand kann man gerade noch die Villa von Herrn Kahn erkennen, die offensichtlich leersteht.

Der französische Garten hingegen ist gewohnt streng und rechtwinklig, geradezu etwas langweilig. Mit Sichtachsen ist er mit dem englischen Garten verbunden.
Vor dem Palmarium würde wunderbar ein Café hinpassen, mit wunderbaren altmodischen, verschnörkelten Eisenstühlen und -tischen.

Und so plätschert der Bach in Ruhe vor sich hin, ohne von lärmenden Café-Gästen, die sich für das Anliegen des Monsieur Kahn nicht interessieren, gestört zu werden. Die Kois kommen neugierig ans Ufer, um die Besucherin zu bestaunen und die Zeit scheint stillzustehen. Hat sich eigentlich seit den Zeiten von Herrn Kahn hier etwas geändert?

Indien in Boulogne-Bilancourt

Geschrieben von am 24. Juli 2009 12:02

Interessant, angenehm und abwechslungsreich: das Musée Albert-Kahn in Boulogne-Bilancourt bei Paris. Zur Erinnerung: Albert Kahn (1860-1940) war Bankier, aber vor allem Humanist, der die ganze Welt in seinem Projekt „Archiv des Planeten“ vereinen wollte. Dafür engagierte er Fotografen und Kameraleute, die die Welt bereisten und so viel Foto- und Filmmaterial mitbrachten, das noch heute ausgewertet wird. Der Museumsblog hat hier anlässlich einer BBC-Sendereihe auf Arte berichtet, hier ist das Buch dazu.
Ende des 19. Jahrhundert erwarb Kahn das Gelände in Boulogne, um sich eine Villa zu bauen, vor allem aber, um Gärten anlegen zu lassen, die eine Reise um die Welt erlaubten. Die Gartenanlagen sind bis heute zu besichtigen. Neu hinzugekommen ist das schlichte und funktionale Museumsgebäude, das interessanterweise vom Garten aus gar nicht zu sehen ist.

Das Museum hat sich zur Aufgabe gemacht, jedes Jahr einen Teil der über 72.000 Farbfotografien des Bestandes zu bearbeiten. Dieses Jahr widmet sich die Ausstellung Indien – Infiniment Indes so ihr Titel. Gleich von Anfang an wird die Besucherin in ein stimmungsvolles Ambiente versetzt: Selten habe ich eine Foto-Ausstellung gesehen, die soviel Sorgfalt im Umgang mit den Objekten zeigt und die zugleich so kreativ und liebevoll inszeniert ist.

Die Ausstellung ist auf zwei Ebenen angelegt: zum einen geht es darum, ein Teil des Archivs des Planeten vorzustellen. Zum anderen sollen verschiedene Regionen, Architektur, Alltagsszenen und Persönlichkeiten Indiens im frühen 20. Jahrhundert gezeigt werden. Lesen Sie den Rest des Beitrags »

Die Fotokünstlerin Gisèle Freund

Geschrieben von am 16. Juli 2009 09:20

Porträts und Reportagen, so heisst es im Untertitel der Schau, die bis Anfang Oktober im Focke-Museum im Bremen zu sehen ist. Während die Porträts zum Teil sehr vertraut sind, da längst zu Bildikonen geworden – wie der französische Kulturminister André Malraux auf seinem Balkon mit Zigarette in der Hand (die Zigarette musste für ein offizielles Bild später wegretuschiert werden) – sind die Reportagen, zumindest für mich, eine Entdeckung: vor allem damit hatte die Fotografin zunächst in Deutschland und nach der Emigration in Frankreich und Südamerika ihr Geld verdient. So hat Gisèle Freund etwa die Mai-Demonstrationen 1932 in Frankfurt am Main und in Worms fotografisch dokumentiert.

Zum Teil handelt es sich in der Ausstellung um von Freund signierte Fotografien; zum Teil kann man wohl nicht mehr nachvollziehen, von wann genau die Aufnahmen stammen. Viele der Porträt-Aufnahmen sind farbig und von einer Farbigkeit, die man digital nicht mehr nachvollziehen kann – das sieht man etwa an der Gegenüberstellung von Freund-Papier-Abzügen und Digitalprints. Die Ausstellung ist mit über 140 Fotografien luftig gehängt, man hat viel Platz zum Schauen und zum Verweilen.

Ein reichlich bebilderter Katalog* lädt dazu ein, zu Hause noch mehr über das abwechslungsreiche Leben von Freund nachzulesen bzw. in einer Art Bilder-Tagebuch zu blättern – von der behüteten (jüdischen) Kindheit in Berlin, dem Studium in Frankfurt am Main, der Emigration aus dem Nazi-Deutschland nach Paris und nach Südamerika und dann das Leben nach dem Zweiten Weltkrieg in Paris, und damit auch der Weg von der Foto-Reporterin zur Fotokünstlerin.

Gisèle Freund wäre 2008 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass gab es in Deutschland einige Ausstellungen zu sehen. Hier kann man etwas darüber nachlesen und farbige Porträts anschauen.

Und warum das Focke-Museum auf alle Fälle – und gerade auch im Sommer – einen Besuch verdient, steht demnächst im Museumsblog. Hier schon als visueller Appetizer eine verwunschene Statue im Park.


*Photographien und Erinnerungen mit autobiographischen Texten und einem Vorwort von Christian Caujolle. 224 Seiten, 205 Farb- und Duotone-Tafeln, Schirmer/Mosel. Wiederauflage München 2008.

Fotografie braucht Text

Geschrieben von am 10. März 2009 13:03

„Nicht der Schrift-, sondern der Photographie-unkundige wird, so hat man gesagt, der Analphabet der Zukunft sein.“ – so Walter Benjamin. Es heisst aber in der „Kleinen Geschichte der Photographie“ weiter: „Aber muss nicht weniger als ein Analphabet der Photograph gelten, der seine eigenen Bilder nicht lesen kann? Wird die Beschriftung nicht zum wesentlichsten Bestandteil der Aufnahme werden?“

Dass die Bildunterschrift eng mit der Fotografie gekoppelt ist, da sich ein Bild nicht immer von selbst erklärt, darauf verweisen gleich zwei Fotografie-Ausstellungen – allerdings aus zwei ganz verschiedenen Richtungen.

In Paris zeigt die Ausstellung Controverses in der Nationalbibliothek, die aus dem Musée d’Elysée in Lausanne kommt, mehr oder weniger eindeutige Bilder. Kontroversen erzählt die Skandale, die mit den Fotografien vermittelt wurden, – also Fotografien, die angeeckt haben, die verboten wurden und über die man sprach. Dies wird von den Anfängen der Fotografien bis in die Gegenwart abgehandelt. Es sind viele bekannte Fotografien dabei – wie der Kuss am Hotel de Ville von R. Doisneau, der Soldat von Capa oder die küssende Nonne vom Werbefotografen Toscani. Während beim letzten Foto der Konflikt offensichtlich ist, braucht man bei den anderen Informationen – und Bildtexte bekommt man wohl zu Genüge.
In Paris kamen noch weitere Fotografien hinzu: etwa ein Propaganda-Foto aus der Zeit der Besatzung von André Zucca (der Museumsblog berichtete hier darüber), oder ein Foto-Porträt von Sartre, aus dem man die Zigarette wegretuschiert hatte. Das stammte im übrigen aus einer eigenen Ausstellung der Nationalbibliothek…
Dem Rezensenten in Le Monde hat es auf alle Fälle gut gefallen. Hier kann man sich einige der Fotos anschauen.

Die andere Ausstellung wird gerade in Wien, in der Albertina gezeigt. Die Fotografie und das Unsichtbare, eine Ausstellung, die vom San Francisco Museum of Modern Art stammt, geht auch bis in die Anfänge der Fotografie zurück und zeigt das, was das menschliche Auge sonst nicht sehen kann. Zum Beispiel eine männliche Krätzmilbe, die Auguste-Adolphe Bertsch in den 185oer Jahren aufgenommen hat, Pflanzenquerschnitte oder Mikrodaguerreotypien von W. H. Fox Talbot. In der Bildergalerie kann man sich einige der Fotografien anschauen, auf Ö1 Inforadio kann man ein Interview mit der Kuratorin Monika Faber anhören.

In beiden Ausstellungen bleibt letztendlich die Frage offen, ob man seinen Augen trauen kann. Es wäre bestimmt interessant, die beiden Ausstellungen gleich hintereinander anzusehen. Zwischendurch könnte man im jeweiligen Katalog blättern….

Controverses, Bibliothèque nationale de France
58, rue de Richelieu, 75o02 Paris
Di- Sa 10-19, So 12-19 Uhr
bis zum 24. Mai

Die Fotografie und das Unsichtbare
Albertinaplatz 1, 1010 Wien
täglich 10- 18 Uhr, Mi 10 – 21 Uhr
ebenfalls bis zum 24. Mai

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