Unter Uniformen

Der Satz „J’aime les militaires“ stammt aus einer Operette von Jacques Offenbach. Die Herzogin von Gerolstein, so auch der Titel der Operette, darf sich begeistern: „Ah que j’aime les militaires, leur uniforme coquet, leur moustache et leurs manières…“ Nun wird der Liebe zu den Militärs bzw. zu Uniformen eine Ausstellung im Musée de l’Armée in Paris gewidmet. Uniformen, Bühnenbilder, Kisten, Tarnnetze, Puppen, Musik und Kronleuchter schaffen ein theatralisches Ambiente. Was klingt wie ein Sammelsurium, ist intelligent und phantasievoll arrangiert: Man wandelt etwa an Bühnenszenen von bekannten Stücken vorbei, in denen Uniformen eine große Rolle spielt, wie bei „Carmen“ von G. Bizet. Man sieht echte Uniformen – etwa aus der Sammlung des Musée de l’Armée – und die Adaptionen von Theater und Film. All das ist so gekonnt inszeniert, dass man sich von der Begeisterung für das Militärische bereitwillig anstecken lässt. Selbst das abgenutzte Parkett und die abgeblätterte Farbe an den Wänden in dem noch nicht renovierten Saal des Hôtel des Invalides wirken wie inszeniert. Die perfekte Präsentation verwundert nicht, wenn man weiß, wer die Ausstellung verwirklicht hat: das Centre national du costume de scène et de la scénographie in Moulins (Allier), der einzigen Institution in Frankreich, die Bühnenkostüme erforscht, bewahrt und ausstellt.

Hier vermittelt ein PDF auf der Seite von Moulins, wo die Ausstellung zuerst gezeigt wurde, mehr über Ausstellung und Inhalt.
Jörn Borchert war auch schon dort gewesen und zeigt hier Fotos.

Kategorie: Frankreich, Militärmuseum, Paris

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