Presse und Museum

Newseum“ nennt sich ein neues Museum das am 11. April in Washington eröffnet wird. 450 Millionen hat das Projekt gekostet, ein Grossteil davon von den Medien selbst finanziert.
Hinter der Fassade, die an einen gigantischen Bildschirm erinnert, sollen in 14 thematischen Ausstellungsräumen dem Publikum die Geschichte der Presse, Photojournalismus, Weltnachrichten, elektronische Medien etc. oder auch die Pressearbeit anlässlich spezieller Ereignisse (11. September, Fall der Berliner Mauer) nähergebracht werden. In ihrem „Lettre d’Amérique“ bezeichnet Corine Lesnes das neue Museum als ein „Disneyland der Info“, zwischen Glorifizierung der Presse und Unterhaltungspark für Kinder… Unter den 6.214 Objekten findet man das vom Time Magazine in Bosnien verwendete gepanzerte Fuhrwerk, den Computer Daniel Pearls (in Pakistan ermordeter Journalist des Wall Street Journals), ein Stück der Antenne die sich auf einem der Türme des World Trade Centers befunden hat oder die türkisfarbenen Pantoffeln eines der ersten „Stars“ der Blogger Szene. Die dümmsten Headlines sind auf den Kacheln der Toiletten zu lesen, eine 27m lange Wand bietet Videoprojektionen und ein Mahnmal erinnert an die 1.800 seit 1837 im Einsatz getöteten Journalisten. Studios in denen der Besucher Nachrichtensprecher oder Reporter spielen kann, Theatersäle, ein interaktives Ethikzenter, Shops und natürlich ein Feinschmeckerlokal sollen Touristen aus dem In- und Ausland in dieses neue Museum locken.

Kategorie: Gelesen, USA

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