Kunst erlaufen

Noch bis zum 22. Juni ist im Rahmen der Kunsträume Bayern in Fürth die Containerart zu sehen. Der Rundgang beginnt am Hauptbahnhof. In leerstehenden Büros der DB sind KünstlerInnen eingezogen und haben die zugewiesenen Räume völlig verwandelt. Von hier aus spaziert man durch Fürth, um sich die zwölf Kunst-Container anzuschauen. Es ist schon erstaunlich, was man alles in diesen normierten, etwa 15 qm großen Container alles machen kann. Videos, Installationen… Auch Interaktion war gefragt: Im Container von Barbara Denzler etwa konnte man Gegenstände mitbringen, die man gerne loszuwerden wünschte. Allerdings musste man die Entscheidung treffen, ob diese Gegenstände weiter verwendet oder zerstört werden sollten; die entsprechenden Gerätschaften dafür waren inklusive Schutzbrille vorhanden. Andere Besucher konnten sich dann wiederum fürs Mitnehmen entscheiden; das Tauschregal war aber noch ziemlich gut gefüllt.
Mit am erstaunlichsten ist sicherlich das Clover Inn, das, als wir es besuchten, sich nahtlos in das Stadtfest einfügte. Axel Voss hat den Container mit goßer Detailliebe in einen schottisch-irischen Pub verwandelt, in dem man Bierraritäten aus Great Britain und die leckeren vinegar-Chips essen kann. Auf Bierbänken saß man davor und schaute dem bunten Treiben zu – viele Besucher des Festes rund um eine Sportveranstaltung haben vielleicht gar nicht bemerkt, dass dieser Stand eigentlich gar nicht dazugehörte.

Ein Erlebnisbericht zu der Containerart steht auf zonebattler’s homezone

Kategorie: zeitgenössische Kunst

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