Kinder und Museum I

Geschrieben von am 10. August 2006 10:06

In Hamburg ist derzeit eine Gruppe von 8 bis 10-jährigen Kindern unterwegs, um vier Tage lang insgesamt 10 ganz unterschiedliche Museen zu besuchen, eine Art Kinderqualitätscheck durchzuführen und die Häuser am Ende mit einer Schulnote für ihre kindgerechten Angebote zu bewerten, so die Meldung des Hamburger Abendblattes vom 08. August. Auf die Präsentation der Ergebnisse am 18. September darf man gespannt sein. Denn es ist immer noch eine bedauernswerte Tatsache, dass sehr viele Museen in Sachen Attraktivität für Kinder beträchtlichen Nachhilfebedarf haben (über die Suche nach für Kinder attraktive Museumsangeboten berichtet der Blog von Jörn Borchert). Oft beschränkt man sich auf ein Quiz, in dem mittels eines Fragebogens Wissen abgefragt wird, oder bietet Knöpfchen zum Daddeln, die anscheinend den Spieltrieb und Wissensdurst gleichermaßen befriedigen sollen. Die Chance des Museums, mittels der dort befindlichen historischen Realien und eben nicht über eine Spielkonsole Kinder neu- und wissbegierig zu machen und gleichermaßen zu unterhalten, scheint den Verantwortlichen nicht als Chance bewusst zu sein. Übrigens: Die Resultate des Museumschecks werden im Altonaer Museum vorgestellt, dem Haus, dessen große Erwartungen weckendes und ambitioniertes Projekt, der sogenannte Kinderolymp „Weltenbummel. Eine Reise in die Welt der Sinne“ leider auch auf durchaus geteiltes Echo stieß.

Ein Museumsbesuch in Oldenburg

Geschrieben von am 8. August 2006 19:11

Vom Landesmuseum für Mensch und Natur hatte ich schon viel gehört, so dass meine Erwartungen sehr hoch waren. Nun habe ich alle drei Dauerausstellungen besichtigt und stelle fest, dass meine Erwartungen sogar noch übertroffen wurden: ein grandioses Museum!
Die Ameisen im Moor, Steine, die fliegen, ein Großsteingrab, und Schweinsköpfe aus Pappmasché an der Wand – alles so perfekt inszeniert, wie ich es mag: erst staunen, dann nachschauen, was das wohl ist und dann die Erkenntnis (frei nach Walter Benjamin). In der im Mai diesen Jahres fertiggestellten Abteilung „Küste und Marsch“ entzückten mich die filigran wirkenden Hausmodelle aus Plexiglas und der Schnitt durch den Deich. Die Inszenierungen wirken sehr ästhetisch und durchdacht. Für jedes Exponat und für jede Botschaft, die vermittelt werden sollte, wurden künstlerische Lösungen gefunden. Ich glaube, es gab nur ein Modell, dass mich etwas befremdete, weil seine Ästhetik nicht zum Rest passte. Das Ganze wird in Räumlichkeiten präsentiert, die sehr hell und freundlich sind und dadurch unglaublich einladend wirken. Man wird nicht müde darin, ehrlich! Ich kann das Museum nur empfehlen: Hingehen, anschauen, begeistert sein!

Der Museumsblog ist online!

Geschrieben von am 4. Juli 2006 14:46

Also, was ein Blog ist, weiss ich schon länger, da am Schreibtisch gegenüber der Macher des hervorragenden Betonblogs sitzt. Und dass ein Blog ein ideales Medium für Museen und Ausstellungen sein kann, hat ein Ex-Kollege aus Bonn erfolgreich in seinem Blog Kulturelle Welten vorgeführt. Dazu möchte ich nicht in Konkurrenz treten, sondern: die museale Bloglandschaft soll vielfältiger werden. Die Idee ist, Kolleginnen und Kollegen auch das Wort zu überlassen – sei es, um über eine sehenswerte Ausstellung zu berichten oder um Neuigkeiten aus der Welt der Museen zu verkünden. Denn es: es tut sich viel, nicht nur hierzulande.

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