Kunst unterwegs

Neu ist die Idee nicht, aber hübsch: neulich stellte der französische Kulturminister Mitterrand das mobile Centre Pompidou vor. Es handelt sich nicht um ein Museum im Koffer, sondern eher um eine Wanderausstellung, bestückt nicht mit Repros, sondern mit echten Werken. Erste Station des über 650 qm großen Schau soll Chaumont (Haute-Marne) sein. Dort sind dann drei Monate echte u.a. Matisse, Calder und auch gar ein Picasso zu sehen. Der Eintritt soll frei sein, und pro Station sollen mind. 75. 000 BesucherInnen kommen, herbeigelockt durch ein breites Rahmenprogramm. Die Kosten dafür bringt zur Hälfte die jeweilige Kommune auf, und zur anderen Hälfte das Kulturministerium und Sponsoren. Ziel ist es, nicht den Museumsmuffeln eine Kunst-Lektion zu erteilen (angeblich waren 50 % aller Franzosen noch nie im Museum), sondern die Aufmerksamkeit auf das echte, auf das Original zu lenken:
„L’objectif n’est pas de donner une leçon d’histoire de l’art à des publics qui n’ont jamais été au musée, mais de leur transmettre une valeur qui est celle du caractère irremplaçable de l’original“, so sagte wohl der Präsident Alain Seban des Centre Pompidou der oben zitierten AFP. Interessant!

Kategorie: Frankreich, Kunst

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