In Wien geht man in:

Angelo Soliman. Ein Afrikaner in Wien im Wien Museum.

Soliman war der Name eines Schwarzafrikaners, ein Sklave, der im 18. Jahhrundert in Österreich Karriere machen konnte, und doch immer ein sogenannter „Wilder“ blieb. Nach seinem Tod wurde er nicht begraben, sondern in einer menschenverachteten Inszenierung mit Federn im kaiserlichen Naturalienkabinett ausgestellt. Die Bitten seiner Tochter, die eine Bestattung wünschte, blieben ungehört. Die Sammlung fiel später einem Brand zum Opfer, wie ich auf der Seite von afrikanet nachlesen konnte.

 

Dies ist eines der vielen Bilder, mit denen Soliman verbunden wird. In der Ausstellung im Wienmuseum geht es nun darum, auch einem Mythos auf die Spur zu kommen: „Soliman bleibt Projektionsfläche, je nach Perspektive der Betrachtung: Er ist Kuriosum und erfolgreicher Migrant, ewiger Sklave und bürgerlicher Aufsteiger, Vorbild und Märtyrer. In seiner Biografie sind Emanzipation und Zwangsassimilierung eng miteinander verwoben“, so heisst es auf der Internetseite.

Die presse.com berichtet hier darüber, auf Dradio gab es einen Beitrag und einen interessanten Beitrag auf der Seite von no-racism.net, der sich auf einen ORF-Beitrag im Vorfeld der Ausstellung bezieht.

Kategorie: Ethnologie, Österreich, Wien

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