Sitzmöbel XXXIII

Geschrieben von am 22. November 2011 22:27

Auf Kisten sitzt es sich mit Blick auf die Frankfurter Skyline im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt am Main.

Einmal durch die Küche gehen

Geschrieben von am 28. Juli 2011 20:48

Die Frankfurter Küche ist natürlich der Star in der Ausstellung über Ernst May im DAM in Frankfurt, die gestern eröffnet wurde. Wie man sieht, passen auch ganz schön viele Leute hinein!

 

Sitzen im Museum XXIV

Geschrieben von am 4. Dezember 2010 18:44

Nicht mehr lange kann man hier noch sitzen:

Das schlichte Sitzmöbel steht in der Mainmetropole des historischen museums frankfurt, das zu Ende dieses Jahres schließt (zumindest die Dauerausstellung), um Platz für etwas Neues zu machen.

Die Frankfurter Küche

Geschrieben von am 30. Juli 2010 20:31

Sehr lustig ist das Video des österreichischen Künstlers Robert Rotifer über die Frankfurter Küche – eine Hommage an die Architektin Margarete Schütte- Lihotzky (auch eine Österreicherin), die für das moderne Frankfurt in den 1920er Jahren unter dem Stadtplaner Ernst May die praktische Küche entwarf, die auch heute noch durch ihre Funktionalität besticht.


In echt kann man so eine Küche gerade in Berlin anschauen, in Frankfurt im historischen museum. Noch besser ist es natürlich, die Küche an dem Ort anzuschauen, für den sie geschaffen wurde – in einem Ernst May-Haus.
In dieser Woche eröffnete das Ernst May-Haus in der Frankfurter Römerstadt. Das Foto gibt nur eine Ahnung von der Küche – am besten ist es, einfach mal selbst vorbeigehen und dort Frau Schütte-Lihotzky Tribut zollen!.

Die schöne Industriebrache

Geschrieben von am 21. Januar 2010 11:45

Manchmal öffnen die Banken in Frankfurt ihre Türen und lassen die Öffentlichkeit teilhaben an ihren Kunstschätzen. Was die DZ-Bank nun zeigt, ist ein fotografisches Juwel: über 50 Werke der Frankfurter Fotografin Inge Rambow. Die Retrospektive mit dem Namen Niemandsland ist als Hommage zum 70-sten Geburtstag der Fotografin gedacht. Die Fotografien reichen über einen längeren Zeitraum und zeigen verschiedene Aspekte der Schaffensperiode.

Mit Niemandsland sind die leeren Deponien und Industriebrachen gemeint, die die Fotografin seit den 1990er Jahren so unglaublich ästhetisch einfängt. Sie erstellt nicht Schnappschüsse, sondern Fotografien, die an Landschaftsmalerei erinnern – so durchdacht erscheint die Konstruktion. Die Werke aus der Serie Luna Baedeker Buna sehen von weiten aus wie schöne Landschaften: die Farben leuchten warm und sinnlich. Erst dann sieht man, dass es sich um Deponien handelt, um Abbruchstellen, in denen der Mensch zwar nicht mehr da ist, aber doch reichlich Spuren der Verwüstung hinterlassen hat.
Auch Fotografien aus ihrer bekanntesten Serie Wüstungen sind zu sehen – Aufnahmen aus ehemaligen Braunkohleabbaugebieten in Sachsen.

Die Werke reichen zurück zu Beginn bis in die 1970er Jahren, als Rambow in schwarzweiss ihre nächste Umgebung im heimischen Taunus fotografierte – mit dem Blick für’s Detail und ungewöhnlichen Sujets.
Insgesamt eine sehr anregende Ausstellung, schön und luftig gehängt in angenehmen Räumlichkeiten.

Über die Ausstellung hier nachzulesen in der Frankfurter Rundschau, auf hr-online und auf dem Kulturportal Hessen.
Die Ausstellung ist im Art Foyer der DZ BANK, Platz der Republik bis zum 17. April zu sehen, von Di – Sa 11 bis 19 Uhr.

Die Fotografien von Inge Rambow bei der Deutschen Börse.

Ein (fast) vergessener Architekt

Geschrieben von am 15. Januar 2010 10:47

Wer an das moderne Frankfurt der 1920er denkt, denkt an Ernst May und an die Frankfurter Küche von Magarethe Schütte-Lihotzki. Das es da noch andere ambitionierte Architekten gab, scheint kaum möglich. Erst mit dem Streit um die denkmalgeschützten Großmarkthalle, in die die Europäische Zentralbank ziehen wird, tauchte verstärkt sein Name auf: Martin Elsässer.

Dabei hätte man den Architekten längst kennen können, stehen doch außer der Großmarkthalle noch zahlreiche, wenn auch zum Teil veränderte Gebäude – nicht nur in Frankfurt, sondern etwa auch in Stuttgart und Hamburg.

So hat die Ausstellung über Martin Elsässer, die gerade im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt gezeigt wird, mehrere Ziele: seine überragende Verdienste als Architekt bekannt zu machen und vor allem die Frankfurter Zeit zu würdigen. Martin Elsässer war zwischen 1925 und 1932 künstlerischer Leiter des Hochbauamtes in Frankfurt. Die Nazis wollten ihn nicht mehr beschäftigen, und auch nach dem Weltkrieg konnte er in Deutschland nicht mehr so richtig Fuß fassen.
Die Ausstellung stellt ein abwechslungs- und spannungsreiches Architektenleben dar, realisierte und wie unrealisierte Projekte werden präsentiert. Natürlich sind viele Modelle zu sehen. Die Ausstellung ist klassisch inszeniert und geht chronologisch vor: man liest viel und schaut Fotos an, was aber nicht langweilig wird.
Das Kernstück der Ausstellung bildet die Großmarkthalle, mit Modellen, Entwürfen und Plänen. Sie zeigen, wie umsichtig Elsässer geplant hatte, um alle möglichen Funktionen unterbringen zu können und mit welcher Aufmerksamkeit Elsässer sich auch Details wie Türgriffen widmete. Im Lichthof rührt ein kleines musée sentimental mit Relikten aus der Großmarkthalle an.
Auch die neue Plänen der EZB durch Coop Himmelb(l)au werden präsentiert.

Wer sich etwas für Stadtgeschichte und Architektur interessiert, sollte sich die Ausstellung ansehen. Bis zum 14. März ist dazu noch Zeit. Auf keinen Fall sollte man es auch versäumen, sich die Großmarkthalle nochmals anzusehen, die Annexbauten sind allerdings schon abgerissen.

Am 11. und 12. Februar 2010 findet im DAM das Symposium Martin Elsaesser und seine Zeit(en)
statt.
Noch einige links: Über die Ausstellung in der Frankfurter Rundschau und hier geht es zur Stiftung, die die Erben eingerichtet haben. Hier geht’s zum Dossier von der Frankfurter Rundschau über die Großmarkthalle.

Alles über Sonnemann

Geschrieben von am 27. Oktober 2009 13:08

Die Eröffnung der Woche: die Ausstellung
Frankfurts demokratische Moderne und Leopold Sonnemann
Jude – Verleger – Politiker – Mäzen
im historischem museum frankfurt, am 28. Oktober um 18 Uhr.

Der Titel der Ausstellung klingt zwar etwas dröge – doch der Inhalt mutet spannend an: es geht um Leopold Sonnemann (1831-1909), Bürger der Stadt, der Großartiges (nicht nur) für Frankfurt geleistet hat. Immerhin hat die Stadt eine Allee nach ihm benannt. Liest man den Ausstellungsankündigung, so wird klar, dass er sehr viel mehr Denkmäler verdient hätte.

Sonnemann war Begründer der Frankfurter Zeitung, wirkte als Kaufmann, Bankier, Verleger und Politiker. Er zog eigentlich an allen Fäden in der Stadt, ob beim Städel-Verein (den er gegründet hat), beim sozialen Wohnungsbau oder bei Bauprojekten wie Palmengarten oder Alte Oper. Er setzte sich für Pressefreiheit ein, für Arbeitslosenversicherung – für einen demokratischen Staat. Kein Wunder, dass die Nazis die Erinnerung an einen solchen mutigen Mann, noch dazu jüdischen Glaubens, unterbanden: 1943 wurde die noch existierende Frankfurter Zeitung verboten, der Nachlass und damit auch die Erinnerung an ihn zerstört.
Nun erinnert an seinem 100. Todestag die Ausstellung an die Verdienste Sonnemanns – und wartet bestimmt noch mit dem einen oder anderen überraschenden Blick auf Frankfurts Geschichte auf.

Die Ausstellung entstand in einer Kooperation zwischen dem historischen museum frankfurt und dem Jüdischem Museum Frankfurt und ist bis Ende Februar kommenden Jahres zu sehen.

Zum Lesen: Ein Bericht in der Frankfurter Neuen Presse und ein Feature vom Presse- und Informationsamt der Stadt Frankfurt.

Figurinen im Museum I

Geschrieben von am 14. April 2009 09:07

Im Museumsblog wird nicht nur gesessen, sondern dabei werden von nun ab Figurinen angeschaut.
Figurinen haben eine lange Tradition im Museum: inspiriert von den Weltausstellungen im 19. Jahrhundert, sollte mit der Wiedergabe von physiognomischen Besonderheiten regionale Typen geschaffen werden – zur so genannten Rassenkunde ist es von dahin nicht mehr weit.
Noch heute füllen solche Abgußsammlungen so manche Museums-Depots. Immer noch gelten Figurinen als geeignet, lebendige Szenen zu schaffen; gerne nimmt man dazu Schaufensterpuppen. Die anderen Lösungen wollen wir hier auch vorstellen und kleine Ausflüge in die Museumsgeschichte machen – dazu bald mehr.

Hier ein Ausflug in die Gegenwart, ins Senckenberg-Museum in Frankfurt. Die Puppen sollen die Tätigkeiten rund um das Weltnaturerbe Grube Messel visualisieren.

Tagebücher ausstellen

Geschrieben von am 8. September 2008 20:16


An einem regnerischen Tag wirkt die Ausstellung im Museum für Kommunikation in Frankfurt am Main etwas düster, ist doch die Inszenierung in Brauntönen gehalten. In Absolut privat!? Vom Tagebuch zum Weblog tauchen Tagebücher in allen möglichen Kategorien und Formen auf. Mir gefallen die altmodischen Büchlein am besten – wie etwa die vielen Kalender, in denen jemand jeden Tag aufgeschrieben hat, was es zu Essen gab. In koje-artigen Nischen erfährt man mehr über einige mehr oder weniger prominente Tagebuchschreiber. Eine Koje ist etwa der Bloggerin Anke Gröner gewidmet, die von ihrem Großvater erzählt, der auf Holzstücke Persönliches schrieb, und soszuagen einer der ersten Blogger war. Einige der Holzstücke sind zu sehen – das sind solche Geschichten, verbunden mit Objekten, wie man sie gerne im Museum sieht.
Die Ausstellung ist noch bis zum 14. September zu sehen. Parallell dazu gibt es einen Blog.

Natur und Kultur verbinden

Geschrieben von am 19. Juli 2008 13:36

In der Standortdebatte für das Musem der Weltkulturen in Frankfurt steht eine weitere Alternative zur Diskussion: der Campus Bockenheim. Da die Universität in absehbarer Zeit in das Campus Westend zieht, werden Gelände frei. So auch eines direkt neben dem Senckenberg-Museum. Sehr gut können sich das der Universitätspräsident Steinberg, der den Vorschlag vorbrachte und der Stadtplaner Jourdan, der die Verknüpfung von Natur und Kultur letztes Jahr anregte, vorstellen. Der Frankfurter Magistrat als politischer Entscheidungsträger ist freilich schon im Sommerurlaub.
Hier steht etwas dazu in Faz-net.

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