In Versailles

Geschrieben von am 31. Juli 2009 11:44

Wir bleiben in Frankreich: Herr Zitzmann hat sich für die NZZ das Schloss Versailles angeschaut und staunt über die Menschenmassen, die 3-4 Stunden für ein Ticket und dann für den Eingang anstehen:
„Kein Museum von Weltrang dürfte seine Besucher derart schlecht empfangen.“
(Konkurrenz könnte allerdings aus Italien kommen: Die Uffizien in Florenz hätten auch gerne diesen Platz).
Zugleich staunt Herr Zitzmann darüber, dass sich niemand außer ihm für eine Führung in den beiden geschlossenen Etagen im Petit Trianon, dem Schloss von Marie Antoinette, interessiert. Zitzmann situiert Versailles irgendwo zwischen Disney und Service public. Alles drehe sich in Versailles letztendlich um Vermassung sprich Vermarktung.

Frappiert war ich auch über den Hinweis auf die Eintrittskosten, die seit 2005 um 80 % gestiegen sind! Auf der Internetseite ist reichlich unübersichtlich aufgelistet, was man für welche Gebäude und die Besichtigung des Parks bezahlen muss – für 20 Euro kann man auf alle Fälle alles sehen. Da kann man froh sein, eine ICOM-Karte zu besitzen oder unter 26 Jahre jung zu sein und aus einem EU-Land zu kommen – denn für den oder die ist der Eintritt frei.
Für Monsieur Aillagon, seit zwei Jahren Präsident von Schloss und Park, dessen Blog wir hier schon vorgestellt haben, bleibt einiges zu tun.

Wir empfehlen natürlich das ganze Programm, aber eher nicht im Sommer und natürlich unter der Woche. Vor allem sollte man sich für den Park und den Weiler von Marie Antoinette Zeit nehmen. Und zur Vorlektüre wird das hier (etwas Eigenwerbung kann ja nicht schaden), empfohlen.

Im Louvre spazieren gehen

Geschrieben von am 28. Juli 2009 16:30


Irgendwo hatte ich gelesen, dass es die sogenannten arts premiers im Louvre – also die im April 2000 im Pavillon des Sessions eingeweihten Räumlichkeiten nicht mehr gibt. Die 140 Werke aus Afrika, Asien, Süd- und Nordamerika und Ozeanien, die den Prolog zu dem damals in Planung befindlichen Musée du quai Branly bildeten, wären nun dorthin umgezogen. Auch Pariser Freunde waren sich unsicher, ob die Stücke überhaupt noch zu sehen sind.

Auf der Internetseite des Louvre ist nichts zu finden – denn wo sollte man hier zum Beispiel (siehe links) anfangen zu suchen? Auch mit dem Stichwort „Pavillon de Sessions“ war nichts Aktuelles auf der Seite zu finden – außer einem Link zur Startseite des Musée du quai Branly. Im zuverlässigen „l’officiel des spectacles“, dem günstigen Heft mit allen wichtigen aktuellen kulturellen Daten von Paris (das, seit ich es kenne, noch nie das Layout geändert hat), steht die Abteilung immerhin drin. Lesen Sie den Rest des Beitrags »

Die Gärten des Monsieur Kahn

Geschrieben von am 26. Juli 2009 10:53


Albert Kahn wollte nicht nur einen Garten haben – sondern seine sieben Gärten sollte unterschiedliche Gartenkulturen vorstellen, sozusagen eine Reise um die Welt erlauben. Die etwa 4 Hektar große Gartenanlage ist Teil des Musée Albert Kahn in Boulogne-Bilancourt, das hier beschrieben wird.

In Dialog treten sollten die Gärten miteinander und das heisst heute, dass die Besucherin mit einem Plan ausgestattet, den kleinen, verschlungenen Wegen folgt. Die Vegetation ändert sich nahezu unmerklich. Sehr auffällig, weil sofort als „anders“ erkannt, sind natürlich die japanischen Gärten. Der erste Bereich ist ausgestattet mit zwei Pavillons, in denen japanische Teezeremonien abgehalten werden. Eines der beliebtesten Fotomotive ist heute die Brücke im neuen japanischen Garten, wo man einen Zen-Garten bewundern, auf kleine Hügel klettern und den Kois im Teich beim Schwimmen zusehen kann. Dieser Teil des Gartens wurde als Hommage an Albert Kahn 1990 von einer japanischen Landschaftsarchitektin neu gestaltet.

Aber auch die elsässische Herkunft von Kahn kommt nicht zu kurz: So liegen im Vogesen-Wald kleine Felsbrocken verstreut zwischen den Bäumen. Im Sumpfgebiet wiederum schaut man den Seerosen beim Wachsen zu und im Obstgarten kann das kunstvoll gewachsene Spalierobst und Rosen bestaunt werden. Der englische Garten mit seiner großen Wiesenfläche hätte man fast übersehen, da er sich, wie immer, vornehm zurückhält und Natürlichkeit vortäuscht.

Hinter dieser Bank ist der Wald blau – la forêt bleue vereint Nadelgewächse, die einen blauen Schimmer haben. Und am rechten Bildrand kann man gerade noch die Villa von Herrn Kahn erkennen, die offensichtlich leersteht.

Der französische Garten hingegen ist gewohnt streng und rechtwinklig, geradezu etwas langweilig. Mit Sichtachsen ist er mit dem englischen Garten verbunden.
Vor dem Palmarium würde wunderbar ein Café hinpassen, mit wunderbaren altmodischen, verschnörkelten Eisenstühlen und -tischen.

Und so plätschert der Bach in Ruhe vor sich hin, ohne von lärmenden Café-Gästen, die sich für das Anliegen des Monsieur Kahn nicht interessieren, gestört zu werden. Die Kois kommen neugierig ans Ufer, um die Besucherin zu bestaunen und die Zeit scheint stillzustehen. Hat sich eigentlich seit den Zeiten von Herrn Kahn hier etwas geändert?

Indien in Boulogne-Bilancourt

Geschrieben von am 24. Juli 2009 12:02

Interessant, angenehm und abwechslungsreich: das Musée Albert-Kahn in Boulogne-Bilancourt bei Paris. Zur Erinnerung: Albert Kahn (1860-1940) war Bankier, aber vor allem Humanist, der die ganze Welt in seinem Projekt „Archiv des Planeten“ vereinen wollte. Dafür engagierte er Fotografen und Kameraleute, die die Welt bereisten und so viel Foto- und Filmmaterial mitbrachten, das noch heute ausgewertet wird. Der Museumsblog hat hier anlässlich einer BBC-Sendereihe auf Arte berichtet, hier ist das Buch dazu.
Ende des 19. Jahrhundert erwarb Kahn das Gelände in Boulogne, um sich eine Villa zu bauen, vor allem aber, um Gärten anlegen zu lassen, die eine Reise um die Welt erlaubten. Die Gartenanlagen sind bis heute zu besichtigen. Neu hinzugekommen ist das schlichte und funktionale Museumsgebäude, das interessanterweise vom Garten aus gar nicht zu sehen ist.

Das Museum hat sich zur Aufgabe gemacht, jedes Jahr einen Teil der über 72.000 Farbfotografien des Bestandes zu bearbeiten. Dieses Jahr widmet sich die Ausstellung Indien – Infiniment Indes so ihr Titel. Gleich von Anfang an wird die Besucherin in ein stimmungsvolles Ambiente versetzt: Selten habe ich eine Foto-Ausstellung gesehen, die soviel Sorgfalt im Umgang mit den Objekten zeigt und die zugleich so kreativ und liebevoll inszeniert ist.

Die Ausstellung ist auf zwei Ebenen angelegt: zum einen geht es darum, ein Teil des Archivs des Planeten vorzustellen. Zum anderen sollen verschiedene Regionen, Architektur, Alltagsszenen und Persönlichkeiten Indiens im frühen 20. Jahrhundert gezeigt werden. Lesen Sie den Rest des Beitrags »

Erzählen und im Team arbeiten

Geschrieben von am 21. Juli 2009 13:37

So beschreibt der Direktor des Historischen Museums Bern, Peter Jezler, seine Tätigkeit als Ausstellungsmacher in der NZZ:

„In meiner Funktion als Ausstellungsmacher habe ich mich als Erzähler verstanden, der die Originalobjekte wie die Arien einer Oper behandelt und die Rezitative dazwischen mit den Mitteln der visuellen Kommunikation zu ergänzen versucht. Für mich wird eine Ausstellung dann kunstvoll, wenn Thematik, Exponate, Texte und Visualisierungen in einer Gesamt-Dramaturgie aufgehoben sind, welche durch Raumgliederung, Farbkonzept, Licht und Inszenierung ihren emotionalen Ausdruck gewinnt.“

In Bern kann man sich allerdings nicht mehr lange von seinen musealen Praktiken überzeugen, denn Jezler geht – trotz zahlreicher Erfolge auf verschiedenen Ebenen. Anscheinend konnte er nicht alle seine Vorstellungen in Bern verwirklichen. Ab September leitet Jezler die Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel. Hier noch ein Interview mit Jezler über die Ausstellung Karl des Kühnen im Tagesanzeiger.

Figurinen im Museum XI

Geschrieben von am 17. Juli 2009 15:21


Unter der Haube ist doch kein Gesicht: kopflos sind die beiden Figurinen im Agrarmuseum Wandlitz. Sie wirken dennoch nicht wie reine Büsten, sondern wie Figuren.
Ein Besuch lohnt sich, heisst es auf der Internetseite des Museums bei Berlin, und das kann ich nur bestätigen – auch wenn mein Besuch nun schon einige Jahre zurückliegt. Damals bot das Museum nicht nur einen Ein- und Überblick in den ländlichen Alltag, sondern zugleich einen Ausflug in die DDR-Museologie. Das wussten schon andere Besucher durchaus zu schätzen – so war der französische Museologe Georges Henri Rivière Anfang der 1970er Jahre einmal dort gewesen und zeigte sich von der Präsentation beeindruckt.

Die Fotokünstlerin Gisèle Freund

Geschrieben von am 16. Juli 2009 09:20

Porträts und Reportagen, so heisst es im Untertitel der Schau, die bis Anfang Oktober im Focke-Museum im Bremen zu sehen ist. Während die Porträts zum Teil sehr vertraut sind, da längst zu Bildikonen geworden – wie der französische Kulturminister André Malraux auf seinem Balkon mit Zigarette in der Hand (die Zigarette musste für ein offizielles Bild später wegretuschiert werden) – sind die Reportagen, zumindest für mich, eine Entdeckung: vor allem damit hatte die Fotografin zunächst in Deutschland und nach der Emigration in Frankreich und Südamerika ihr Geld verdient. So hat Gisèle Freund etwa die Mai-Demonstrationen 1932 in Frankfurt am Main und in Worms fotografisch dokumentiert.

Zum Teil handelt es sich in der Ausstellung um von Freund signierte Fotografien; zum Teil kann man wohl nicht mehr nachvollziehen, von wann genau die Aufnahmen stammen. Viele der Porträt-Aufnahmen sind farbig und von einer Farbigkeit, die man digital nicht mehr nachvollziehen kann – das sieht man etwa an der Gegenüberstellung von Freund-Papier-Abzügen und Digitalprints. Die Ausstellung ist mit über 140 Fotografien luftig gehängt, man hat viel Platz zum Schauen und zum Verweilen.

Ein reichlich bebilderter Katalog* lädt dazu ein, zu Hause noch mehr über das abwechslungsreiche Leben von Freund nachzulesen bzw. in einer Art Bilder-Tagebuch zu blättern – von der behüteten (jüdischen) Kindheit in Berlin, dem Studium in Frankfurt am Main, der Emigration aus dem Nazi-Deutschland nach Paris und nach Südamerika und dann das Leben nach dem Zweiten Weltkrieg in Paris, und damit auch der Weg von der Foto-Reporterin zur Fotokünstlerin.

Gisèle Freund wäre 2008 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass gab es in Deutschland einige Ausstellungen zu sehen. Hier kann man etwas darüber nachlesen und farbige Porträts anschauen.

Und warum das Focke-Museum auf alle Fälle – und gerade auch im Sommer – einen Besuch verdient, steht demnächst im Museumsblog. Hier schon als visueller Appetizer eine verwunschene Statue im Park.


*Photographien und Erinnerungen mit autobiographischen Texten und einem Vorwort von Christian Caujolle. 224 Seiten, 205 Farb- und Duotone-Tafeln, Schirmer/Mosel. Wiederauflage München 2008.

Menschliche Überreste können bestattet werden

Geschrieben von am 7. Juli 2009 15:13

„Der Kopf bleibt hier“, so titelte FAZ.NET 2007 einen kurzen Artikel über die mumifizierten Köpfe der Maori, die sich in französischen Museen befinden. Das Musée du quai Branly stellt die Schädel auf eine Ebene mit ägyptischen Mumien – so sei es nach Ansicht des Museums legitim, die menschlichen Überreste, die v.a. im 19. Jahrhundert nach Frankreich kamen, zu behalten. Freilich werden die Köpfe in keinem französischem Museum mehr ausgestellt; eine Diskussion wurde 2007 entfacht, als ein Museum in Rouen einen Kopf zurückgeben wollte, die damalige Kulturministerin das aber verhinderte.

Nun sollten sich das MqB und andere Museen darauf einstellen, dass die Köpfe nicht mehr lange in den Depots sind: Ende Juni hat französische Nationalversammlung einstimmig einen Gesetzentwurf verabschiedet, in dem beschlossen wird, die Köpfe aus allen französischen Sammlungen zurückzugeben, um sie in Neuseeland zu bestatten. Auf diese Weise kommt der französische Staat langjährigen Rückgabeforderungen der Maori endlich nach.

Die öffentliche Sitzung bot auch Gelegenheit für den Kulturminister Mitterand, ein Statement abzugeben: „Man baut Kultur nicht auf Handel oder Verbrechen auf. Man schafft Kultur durch Respekt und Austausch.“
Nachlesen kann man das alles in Le Monde. Hier kann man auch lesen, dass im Gesetzentwurf eine bereits bestehende Kommission wiederbelebt werden soll, die den Bestand der musealen Sammlungen genauestens überprüft. Museumskustoden und Wissenschaftlerinnen befürchten, dass damit Tür und Tor für Begehrlichkeiten geöffnet werden und die Unantastbarkeit der Sammlung bedroht ist.
Die Rückgabe von menschlichen Überresten war auch Gegenstand einer Tagung in Paris im Februar 2008 – mehr darüber hier im Museumsblog.

Jüdische Sportlerinnen in der NS-Zeit

Geschrieben von am 6. Juli 2009 12:54

In Berlin finden demnächst die Leichtathletik-Weltmeisterschaften statt. Wie es mittlerweile zu sportlichen Großereignissen gehört, sind darüber hinaus zahlreiche (kulturelle) Events geplant. Dafür stehen 2 Millionen Euro bereit – selbstverständlich können damit nicht alle Projekte unterstützt werden. Auch das Ausstellungsprojekt über jüdische Sportlerinnen, das im Arbeitsbereich Zeitgeschichte des Sports an der Universität Potsdam entstand, erhielt anscheinend keine finanzielle Unterstützung – vielleicht weil es nur zu deutlich macht, dass es den unpolitischen Sport nicht gibt?

Finanziert hat schließlich die Ausstellung die Alfried Krupp von Bohlen Halbach-Stiftung. Nun ist Vergessene Rekorde. Jüdische Leichtathletinnen vor und nach 1933, im Centrum Judaicum in Berlin zu sehen und auch im offiziellen Kulturprogramm der WM aufgenommen.

Anhand der Biographie dreier jüdischer Sportlerinnen – Gretel Bergmann, Lilli Henoch, Martha Jacob -, die in den 1930er Jahren sehr erfolgreich waren, wird gezeigt, wie die Ausgrenzung jüdischer Athleten in den Sport-Vereinen auf allen Ebenen durchgesetzt wurde. So wurde für die Olympiade 1936 in Berlin die Hochspringerin Gretel Bergmann aus dem Exil zurückbeordert, für Olympia nominiert, dann wieder ausgeladen – aufgrund ungenügender Leistungen, wie es hieß – dabei war sie die deutsche Rekordhalterin gewesen! Lili Henoch überlebt das Nazi-Regime nicht – sie wird in einem Lager ermordet.

In Deutschlandradio Kultur erzählen Hans Joachim Treichler und Jutta Braun von der Genese der Ausstellung und auch darüber, wie wenig die Vereine ihre eigene Vergangenheit reflektieren. Die ZEIT von der letzten Woche widmet sich dem Leben von Gretel Bergmann.
Die Taz berichtete im Vorfeld über die Ausstellung, hier der taz-artikel als Pdf.

Die Publikation zur Ausstellung: Bahro, Berno, Jutta Braun, Hans Joachim Teichler (Hg.): Vergessene Rekorde – jüdische Athletinnen vor und nach 1933, Berlin 2009. (16,90€)
Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert.

Poker um die nationale Geschichte

Geschrieben von am 3. Juli 2009 16:46

Frankreich bekommt ein Geschichtsmuseum – diesen Plan hat Staatspräsident Sarkozy ja schon im Januar angekündigt (hier im Museumsblog). Jean Pierre Rioux war dann beauftragt worden, Standorte vorzuschlagen. Es soll etwas Prestigeträchtiges sein, denn es geht nicht nur um ein Museum für die französische Geschichte, sondern es soll ja auch das Museum von Herrn Sarkozy werden.

Der Bericht des Herrn Rioux wurde nie publiziert. Le Monde macht dennoch einiges öffentlich: Fünf Standorte werden hier favorisiert: Das Hôtel des Invalides, der Grand Palais, der Palais de Chaillot, das Schloss von Fontainebleau und das Schloss von Vincennes. Freilich, nicht alle diese Gebäude haben Platz: In Invalides teilt sich das Armeemuseum mit verschiedenen anderen Institutionen den engen Raum; im Palais de Chaillot befinden sich u.a. das Musée de l’Homme und das Marine-Museum.

Versailles ist anscheinend ganz aus dem Rennen – hier hatte sich der umtriebige Direktor Jean-Jacques Aillagon um ein nationales Geschichtsmuseum bemüht. Ebenso ist nichts mehr vom Musée de l’Histoire de France im Nationalarchiv in Paris zu hören.

Vor allem drei Orte stehen wohl in der engeren Auswahl: Invalides, Vincennes und Fontainebleau. Die beiden ersten Orte haben den Nachteil, dass hier das Verteidigungsministerium der Hausherr ist; das neue Museum wird aber in den Zuständigkeitsbereich des Kulturministeriums fallen – man befürchtet Konflikte. Fontainebleau hat den Vorteil, bereits zum Kulturministerium zu gehören; allerdings ist das Schloss etwa 60 km von Paris entfernt. Der neue Kulturminister Mitterrand bevorzugt anscheinend diesen Standort.

Was er oder andere wollen, ist aber in diesem Falle nicht so wichtig: der eigentliche Hausherr, der sich hiermit ein Denkmal setzen möchte, wird entscheiden. Irgendwann demnächst. Wie das alles geht, hat ja sein Vorgänger (und andere) vorgemacht – Geld von anderen kulturellen Projekten abziehen, möglichst viele Personen anheuern, sich Objekte aus anderen Sammlungen beschaffen… Und wird Jean Nouvel wieder den Neubau bauen dürfen?

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