Sitzmöbel XXXIV

Geschrieben von am 29. November 2011 22:00

Wenn man mit einer Führung eine Ausstellung anschaut und einen tragbaren Hocker dabei hat, mag man froh darum sein. Als Sitzmöglichkeit in einem Museum freilich ist solch ein Hocker einfach nur eine etwas öde Sitzgelegenheit.

Geboten wird sie in mehrfacher Ausfertigung im Museum der Kulturen in Basel.

 

 

 

 

 

 

 

 

Draußen geht es hingegen fast gemütlicher zu: Bänke laden dazu ein, sich zu setzen und den Anblick des Museums zu genießen.

 

Frankreichs Geschichte im Internet

Geschrieben von am 26. November 2011 10:43

Das von Sarkozy geplante Geschichtsmuseum Maison de l’histoire de France präsentiert nun sein Anliegen im Internet.


Das Projekt und das wissenschaftliche Komitee werden beschrieben. Auch kann die Benutzerin an einigen Umfragen partizipieren; allerdings werden nicht wirklich spannende Fragen gestellt. Interessant wäre es doch, angesichts des Streits über das geplante Museum hier eine Diskussionsplattform zu schaffen!
Deutlich wird auf der Seite vor allem eines: das Museum stützt sich auf das Netz vorhandener Institutionen, indem es auf Institution, Veranstaltungen und Ausstellungen in ganz Frankreich verweist. Dies geschieht zum Beispiel in Form einer interaktiven Karte von Frankreich, in der Geschichtsinstitutionen verlinkt sind.
Warum braucht man eigentlich ein neues Museum, fragt man sich wiederholt, wenn es doch schon so viele Einrichtungen gibt, die sich allen möglichen Facetten der französischen Geschichte widmen? Und die vor allem den Gedanken des kulturellen Förderalismus umsetzen?

Exemplarisch ist vielleicht in dieser Hinsicht die erste Ausstellung, die im Namen des MHF geplant ist und die ein Teil der Sammlung des Musée des plans reliefs in Szene setzt. Die erste Ausstellung findet nicht in Invalides statt, wo das Museum beheimatet ist (und freilich etwas ein Schattendasein fristet, obwohl ein Besuch sehr lohnend ist), sondern gleich im Grand Palais – allerdings nur für einen Monat.* Es geht in Paris also irgendwie weiter – trotz Finanzkrise!

* Interessanterweise wird die Ausstellung auf der Seite des Reliefmuseums nicht erwähnt – hat das wohl einen Grund?

Sitzmöbel XXXIII

Geschrieben von am 22. November 2011 22:27

Auf Kisten sitzt es sich mit Blick auf die Frankfurter Skyline im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt am Main.

2 x Werkzeug im Museum, hübsch arrangiert

Geschrieben von am 19. November 2011 22:22

Im Musée des vallées cévenoles von St. Jean du Gard (hier im Museumsblog mehr dazu)

 
und in der DIY-Ausstellung im Museum für Kommunikation Frankfurt. sehr hübsch!

Fast alles neu im Musée d’Orsay

Geschrieben von am 11. November 2011 22:15

Erinnern wir uns: als das Musée d’Orsay 1986 im ehemaligen Bahnhof an der Seine gegenüber vom Louvre eröfnete, schlugen die Wellen hoch: man befürchtete gar, ein Bügeleisen neben einem Degas zu finden. Die Kritik beruhigte sich dann aber wieder, und das Museum zählte fortan zum Repertoire der Parisbesucherinnen. Seitdem schoben sich die Besuchermassen durch die Hallen.

Nun lohnt sich der Weg für alle, die das Museum schon vor einigen Jahren abgehakt hatten:  Nous avons revu Orsay. Tout est à revoir, so heisst es auf der Internetseite: Das Nouvel Orsay hat seit 20. Oktober die Pforten eröffnet. Was ist passiert: Die große Halle, gestaltet von Gae Aulenti, blieb. Neu gestaltet wurden die seitlichen Galerien, das Cafe oder etwa die Galerie der Impressionisten  – von weiss zu schwarz, interpretiert man die Bilder, die auf der Seite zu sehen sind. Generell soll nicht mehr dem white cube gehuldigt werden, sondern die Wandfarbe den Bildern angepasst werden.

Neu sind auch die Sitzgelegenheiten namens Water Block vom japanischen Künstler Tokujin Yoshioka. Sie erinnern auf den Bildern in der Tat an einen Eisblock und sehen wirklich großartig aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Noch ist die Umgestaltung nicht fertig – bis 2015 sollen alle Räume sukzessive renoviert und umgestaltet werden. Wir sind gespannt!

Hier kann man dem Premierminister Fillon bei der Eröffnungsrede zusehen.

 

 

Figurinenparadies

Geschrieben von am 8. November 2011 13:31

Jörn Borchert hat mich auf den Ort in Holland hingewiesen, wo museale Figurinenträume wahr werden. Die Seite dazu im Internet heisst
Schaufensterfiguren für Museen, Mode, Messe und Forensik und hat viele Figurinen  im Angebot. Für’s Museum werden besonders Silikonköpfe und Hände empfohlen, denn: „Silikonen ist pflegeleicht und besser Vandalismusbeständig“, so heisst es.

 

 

 

 

 

 

 

Auf der Kunden-Fotogalerieseite lassen sich zudem einige schöne Einsatzmöglichkeiten finden, wenn es hier an Vorstellungskraft fehlen sollte. Einige Museen scheinen sich hier komplett auszustatten! Ganz groß eingekauft hat etwa das Befreiungsmuseum, von dem man einige schöne Beispiele findet. Einfach großartig!

 

 

 

 

 

 

 

 

Danke Jörn!

MuCEM neu im Internet

Geschrieben von am 2. November 2011 19:49

Da ich sehr neugierig bin, was in Marseille in Sachen MuCEM passiert, habe ich natürlich bemerkt, dass das Museum nun eine neue Internetseite hat. Den Einstieg finde ich ja noch ganz schön: große, wechselnde Bilder von der Baustelle.

 

 

 

 

 

 

 

Dann kann man in die Seite eintreten (nebenbei bemerkt, diese im Internet oft nötigen Schwellenüberschreitungen haben doch etwas museales, oder?) und man kommt zu den Inhalten, die auch ganz hübsch dargeboten werden. Aber es fängt gleichzeitig an, unübersichtlich zu werden. Mit ein Grund ist, dass die Seite nicht wie üblich vertikal, sondern horizontal geordnet ist.* Und irgendwie hat man bald den Überblick verloren! Leider fehlen auch noch  englische Übersetzungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hat man sich etwas durchgesurft, bestaunt man natürlich schon die vielen Bilder von der Baustelle und die Videos. Aber so einen richtigen Eindruck von den musealen Planungen bekommt man leider (noch) nicht.

Auch Jörn Borchert gefällt sie nicht besonders. Ist unsere Kritik  was typisch deutsches?
* Nachtrag am 7.11.2011: das horizontale Surfen hat natürlich mit dem iPad und Ähnlichem zu tun: dort wird nämlich gewischt und nicht nach unten gescrollt. So ist die Kritik eher getrennt in: “normale” PC-Nutzerinnen und in iPad-Nutzerinnen.

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