Paris-Marseille

Geschrieben von am 17. April 2012 18:18

Auf der Internetseite des MuCEM wird der Umzug der Objekte von Paris nach Marseille, von atp zu MuCEM, dokumentiert. Zum Einpacken der Objekte, das ist klar, werden selbstverständlich weiße Handschuhe getragen. Ergänzt mit dem weißen Kittel, erinnern die Bilder auf der Internetseite eher an eine Lebensmittelkontrolle…

Explosives aus Marseille

Geschrieben von am 30. Januar 2012 14:22

Dass die Bilder des MuCEM unter solchen besonderen Bedingungen entstanden sind, war mir gar nicht bewußt: Über Wien erreichte mich ein explosver Hinweis: auf der Baustelle des MuCEM  wurde eine amerikanische Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Um die Bombe zu entschärfen, wurde das gesamte Viertel geräumt und gesperrt.

Die Lokalzeitung berichtete hier darüber und zeigt auch in einem Film, wie das Ganze vonstatten geht. Beeindruckend zu sehen, wie der Experte die Bombe fast liebevoll vom Dreck befreit!

Es tut sich was in Marseille

Geschrieben von am 28. Januar 2012 17:38

 

Auf der Seite des MuCEM in Marseille sind nun Fotografien von einem Rundgang mit dem Architekten Rudy Ricciotti von Mitte Januar 2012 zu sehen. es tut sich was – allerdings rückt ja auch das  Eröffnungsdatum  2013 immer näher!

MuCEM neu im Internet

Geschrieben von am 2. November 2011 19:49

Da ich sehr neugierig bin, was in Marseille in Sachen MuCEM passiert, habe ich natürlich bemerkt, dass das Museum nun eine neue Internetseite hat. Den Einstieg finde ich ja noch ganz schön: große, wechselnde Bilder von der Baustelle.

 

 

 

 

 

 

 

Dann kann man in die Seite eintreten (nebenbei bemerkt, diese im Internet oft nötigen Schwellenüberschreitungen haben doch etwas museales, oder?) und man kommt zu den Inhalten, die auch ganz hübsch dargeboten werden. Aber es fängt gleichzeitig an, unübersichtlich zu werden. Mit ein Grund ist, dass die Seite nicht wie üblich vertikal, sondern horizontal geordnet ist.* Und irgendwie hat man bald den Überblick verloren! Leider fehlen auch noch  englische Übersetzungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hat man sich etwas durchgesurft, bestaunt man natürlich schon die vielen Bilder von der Baustelle und die Videos. Aber so einen richtigen Eindruck von den musealen Planungen bekommt man leider (noch) nicht.

Auch Jörn Borchert gefällt sie nicht besonders. Ist unsere Kritik  was typisch deutsches?
* Nachtrag am 7.11.2011: das horizontale Surfen hat natürlich mit dem iPad und Ähnlichem zu tun: dort wird nämlich gewischt und nicht nach unten gescrollt. So ist die Kritik eher getrennt in: “normale” PC-Nutzerinnen und in iPad-Nutzerinnen.

Es geht weiter in Marseille

Geschrieben von am 4. Juli 2011 08:16

Das Mucem wächst:
So sah es noch im März aus:

Nun, drei Monate später, ist das Gebäude von Rudy Ricciotti so in die Höhe gewachsen, dass die Brücke zwischen dem Fort St. Jean und dem neuen Gebäude installiert werden konnte. Hier auf dem Blog Collectif Phot.Event 13 sieht man die bunten Kräne und die filigrane Brücke.

In Marseille wurde getagt

Geschrieben von am 28. März 2011 10:33

Wie soll das kulturhistorische Museum der Zukunft ausgehen? Welche Beziehungen hat es zum Territorium, zu seinen künftigen Besuchern? Wie geht es mit den Sammlungen um, wie mit dem angehäuftem Wissen? Fragen über Fragen, denen sich viele Museumsexperten auf Einladung des MuCEM aus aller Welt stellen wollten. Eine sehr spannende Veranstaltung, mit vielen inspirienden Beiträgen. Hier ein Bild von der Schlussrunde mit Denis Chevallier, dem Projektleiter, am Rednerpult.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Bericht über die Tagung findet sich in der Lokalzeitung La Marseillaise

Metz ist eine Reise wert III

Geschrieben von am 6. Juni 2010 14:56

Die dritte Galerie im Centre Pomidou Metz packte einen von Anfang an: Der erste Blick auf und in die Ausstellung machte einfach neugierig. Ein Traum von Meisterwerken, so der Titel der dritten Schau, war eigentlich sehr funktional durchstrukturiert: zwei nebeneinanderliegende, lange Ausstellungsgalerien, die nebeneinanderliegen und mit Durchblicken neugierig auf das Gezeigte machen.
In der linken Seite werden Klassiker chronologisch präsentiert – wie zum Beispiel Stühle, die in das Kunstgedächtnis eingingen. In der rechten Seite wurden die Gebäude gezeigt, in denen diese Klassiker u.a. aufbewahrt wurden – man rollte die Museumsarchitektur der Kunstmuseen seit den 1930er Jahren auf, angefangen beim Palais du Tokyo in Paris, für die Weltausstellung 1937 gebaut, der in seinen beiden Flügeln heute das städtische Kunstmuseum und das Zentrum für zeitgenössische Kreation beherbergt

Nicht Metz setzte hier bei der Präsentation mit Modellen, Plänen, Fotografien und Filmen den vorläufigen Schlusspunkt, sondern das von Frank Gehry geplante Gebäude der Fondation Louis Vuitton im Jardin d’Acclimatation bei Paris (und hier im Museumsblog).

Das neue Museum von Gehry steht da, wo ein anderes Museum in den 1970er Furore machte: das Musée national des Arts et Traditions populaires, in den 1960er Jahren von Jacques Dubuisson erbaut, seit den 1930er Jahren freilich vom Gründungsdirektor Georges Henri Rivière imaginiert.
Und obwohl das Museum stets die arts et traditions populaires beherbergte, also Volkskunst (u.a. natürlich), finde ich es sehr richtig, dass es hier in der Reihe der Kunstmuseen aufgenommen wurde. Erstaunt hat es mich trotzdem, hatte ich doch überhaupt nicht damit gerechnet.

Sehr gefreut habe ich mich auch über einige Filmausschnitte, die man in kleinen Monitoren sehen konnte: Rivière selbst ist ebenso wie der Architekt Dubuission (links auf dem rechten Bild) als auch André Desvallées (rechts), einen der tatkräftigsten Mitstreiter, zu sehen.



Natürlich war es dann auch nur folgerichtig, dass der aktuelle Bau der Nachfolgeinstitution MuCEM in Marseille ebenfalls als Modell zu sehen war. Im November 2009 wurde der Grundstein für das neue Museumsgebäude von Rudy Ricciotti gelegt.

Die Hommage an die arts et tradotions populaires, aber vor allem an Georges Henri Rivière ging aber noch weiter.
Fortsetzung folgt!

Fundstücke aus Marseille

Geschrieben von am 26. Mai 2010 22:17

Das MuCem ist ja, auch Dank unserer Korrespondentin in Marseille, ein Dauerbrenner im Museumsblog. Nun gibt es wieder eine Anekdote aus der unendlichen Geschichte bis zur Eröffnung zu erzählen:

Während der Bauarbeiten wurden nun menschliche Knochen gefunden. Eigentlich hatte man an dieser Stelle von Marseille keine archäologischen Funde erwartet, weiss die Lokalzeitung La Provence zu berichten. Der zuständige Architekt, Rudy Ricciotti, fand es eine spannende Vorstellung, dass dort, wo das zivilsiationsgeschichtliche Museum stehen soll, frühe Spuren der menschlichen Zivilisation zu finden sind.
Der Fund hatte aber auch einen Baustop zur Folge; hier sahen schon manche Kommentatoren des Artikels der Lokalzeitung eine erneute Verschwörung gegen das Projekt…

Nun ist aber wieder Entwarnung angesagt: Der Landesarchäologe hat festgestellt, dass die menschlichen Überreste nur zufällig dort hingelangten und nichts auf eine menschliche Ansiedlung hinweist. Es darf uneingeschränkt weiter gebaut werden, und der Fund kann ins Archiv der realen und mythenbehafteten Bauverzögerungen abgelegt werden.

Und wir können uns also weiterhin auf die Marseille-Reise im Jahr 2013 freuen!

2013, Marseille

Geschrieben von am 22. März 2010 09:18

2013 wird das Jahr von Marseille: die Stadt ist Kulturhauptstadt und das Mucem wird eröffnet. Hoffentlich, endlich, aber auch ohne eine der Personen, die das Ganze mit vorangetrieben haben:

Denn hier konnte man wieder eine interessante Personalie lesen:

Michel Colardelle, Conservateur général du patrimoine – und, seit 1996 Direktor des Mucem (gewesen), wurde nominiert: als Direktor für kulturelle Angelegenheiten – in Guyana (Département und eine Region Frankreichs zugleich). Die Nominierung hat ein Geschmack, wie Journal de l’Art schreibt: „Cependant, on peut s’interroger sur son intérêt et ses motivations, le ministère de la Culture ayant été soupçonné « d’exfiltrer » Michel Colardelle du projet du Mucem pour cause de divergence d’opinion sur la conduite du projet. “ Auf gut deutsch heisst das: weggelobt. Das hatte sich schon seit knapp einem Jahr abgezeichnet – hier im Blog nachzulesen.

Der erste Stein ist gelegt

Geschrieben von am 11. Dezember 2009 10:30

Kaum zum glauben, aber wahr: über 10 Jahre nach der Ankündigung des Projekts hat nun am 30. November der Kulturminister Frédéric Mitterrand mit vielen salbungsvollen Worten den Grundstein für das Musée des Civilisations de l’Europe et de la Méditerranée (MuCEM) in Marseille gelegt.

Worte und Versprechen hat man in dieser Sache ja schon sehr viele gehört. Auch der Permierminister François Fillon hat die Unterstützung des Staates zugesagt – ohne zu erwähnen, dass diese unzähligen Ankündigungen zuvor schon öfters gemacht, aber stets nie eingehalten worden waren. Ist jetzt alles anders? 2013 ist Marseille Kulturhauptstadt und das MuCEM soll Ende 2012 mit zwei Ausstellungen eröffnet werden. Der Titel wurde auch gleich bekannt gegeben: Le noir et le bleu, le rêve méditerranéen » und « Masculin-féminin, le genre en question ». Wir sind gespannt!

Nachzulesen auf den Seiten des Museums, den Seiten des Kulturministeriums, in le moniteur und in einem Bericht von AFP. Das Bild stammt von der Seite des MuCEM.
Und hier noch ein link zur Absetzung des alten Direktos Colardelle und der Ernennung des neuen Direktors Suzzarelli im Museumsblog.

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