Bei Bach in Leipzig

Geschrieben von am 13. April 2010 23:04

Das Bach-Museum in Leipzig erstrahlt seit kurzer Zeit im neuen Glanz – im Bose-Haus wurde um- und angebaut. Das Ergebnis ist sehr sehenswert: ein kleines, feines Museum mit schönen Inszenierungen.

Das Gebäude ist gewissermaßen das erste Ausstellungsstück – die Familie des Kaufmanns Bose, der hier wohnte, hatte enge Beziehungen zu den Bachs, die gegenüber in der Thomasschule residierten. Das Bose-Haus wurde sorgsam restauriert, zuweilen gibt es davon noch Spuren zu sehen.

Es geht hier natürlich in der Hauptsache um den Musiker Bach und um seine Werke. Das Schöne am Besuch ist, dass auch nicht ausgewiesene Bach- oder Musikexperten Spass am neuen Museum haben. Die Zugänge zu Bach erklären sich aus der Gegenwart. Themen wie: Bach privat oder Bach auf Reisen bieten Einblicke in den Alltag des Musikers und seiner Familie. Einblicke erhält die Besucherin auch in die Arbeit des Bach-Archivs, zu dem das Museum gehört: so dürfen die Handschriften sozusagen selbst erforscht werden.

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Sitzen im Museum XX

Geschrieben von am 5. April 2010 12:57

Gepflegt sitzen auf Stahrohrmöbel von Marcel Breuer. Wo könnte man das besser tun als am historischem Ort in Dessau, in einem der Meisterhäuser der Bauhaus-Macher.

Sitzen im Meisterhaus

Kein Ende der Fastenzeit in Hamburg

Geschrieben von am 3. April 2010 09:50

Für einige ist nun ja das Ende der Fastenzeit angesagt – für Hamburgs Museen gilt das allerdings nicht. Im Artikel von Petra Schellen in der Taz wird die Hamburger Kultursenatorin Karin von Welck als Gutsherrin beschreiben, die nach Gutdünken mal hier und da die Gelder verteilt. Gerne in der Hochkultur – wie Elbharmonie, die, wen wundert das eigentlich noch, teurer wird als geplant, ungern an die 7 kulturgeschichtlichen Museen oder an low culture. Aber auch die Elbharmonie muss anscheinend darben: wenn der Bau so teuer ist, muss man halt am Programm sparen. Das sollen die Museen künftig auch: über Ausstellungen soll künftig eine Jury, die die Kulturbehörde einsetzt, entscheiden – nach Vorlage. Zugleich sollen natürlich BesucherInnenzahlen erhöht werden. Kein Wunder dass die DirektorInnen not amused sind.

Auch andere Medien informierten über die schlechte Stimmung in der Hansestadt: DeutschlandRadio berichtete über die Finanzmisere in Hamburg und die Welt über die Kehrtwende in der Museumspolitik.

Sitzen im Museum XIX

Geschrieben von am 1. April 2010 15:21


Sitzen und Sitzen sehen im Volkskundemuseum Wien

Wesen, unirdisch

Geschrieben von am 30. März 2010 08:34

Wäre ich in Wien, würde ich auf keinen Fall die Ausstellung des Künstlers Aljoscha von versäumen:

bioism aims to spread new and endless forms of life throughout the universe”

Hinter Aljoscha verbirgt sich ein Künstler aus der Ukraine, der seit 2003 in Düsseldorf lebt und arbeitet. Er macht u.a. so hübsche Gebilde, die einem zuweilen erst auf den zweiten Blick auffallen. Aus Acryl-Fäden zusammengezwirbelt, erinnern sie in der Tat an Wesen aus einer anderen Welt. Letztes Jahr konnte man das hier von ihm in niederländischen Museen sehen:

In Wien ist die Eröffnung ist am 16. April um 19 Uhr in der Garnisonsgasse 11, bei artunited.

Tulpen in Amsterdam

Geschrieben von am 29. März 2010 19:56

Im Garten blühen schon die kleinen, roten, hier ist ihnen gleich eine Ausstellung gewidmet: im Rijksmuseum in Amsterdam geht es um die Tulpen. Die schönsten Bilder und Zeichnungen aus dem 17. und 18. jahrhundert werden gezeigt, natürlich aus dem eigenen Bestand. Das Highlight wird das selten gezeigte Tulpenbuch von Jacob Marrel sein. Warum das in Amsterdam liegt, wäre auch interessant zu erfahren – denn Marrel war der Schüler des Tulpenmalers schlechthin, nämlich von Georg Flegel und lebte ab 1651 in Frankfurt am Main.
Mit dem Eintrittsticket kann man auch den Keukenhof besuchen – die Hochburg der Tulpenzucht in den Niederlanden.

Ich begnüge mich damit, die Tulpen in meinem Garten anzuschauen und die äußerst schicke Internetseite des Rijksmuseum – da sind an der Seite so hübsch die Bilder aufgefächert.

2013, Marseille

Geschrieben von am 22. März 2010 09:18

2013 wird das Jahr von Marseille: die Stadt ist Kulturhauptstadt und das Mucem wird eröffnet. Hoffentlich, endlich, aber auch ohne eine der Personen, die das Ganze mit vorangetrieben haben:

Denn hier konnte man wieder eine interessante Personalie lesen:

Michel Colardelle, Conservateur général du patrimoine – und, seit 1996 Direktor des Mucem (gewesen), wurde nominiert: als Direktor für kulturelle Angelegenheiten – in Guyana (Département und eine Region Frankreichs zugleich). Die Nominierung hat ein Geschmack, wie Journal de l’Art schreibt: „Cependant, on peut s’interroger sur son intérêt et ses motivations, le ministère de la Culture ayant été soupçonné « d’exfiltrer » Michel Colardelle du projet du Mucem pour cause de divergence d’opinion sur la conduite du projet. “ Auf gut deutsch heisst das: weggelobt. Das hatte sich schon seit knapp einem Jahr abgezeichnet – hier im Blog nachzulesen.

Der Universalkünstler Olbrich ausgestellt

Geschrieben von am 20. März 2010 14:42

Die Mathildenhöhe in Darmstadt würdigt ihren Erbauer: dem Architekten Josef Maria Olbrich, ist eine opulente Schau gewidmet.
Olbrich, 1867 im österreichischen Troppau geboren, wird in Wien zum Architekten. 1899 kam er auf Einladung von Großherzog Ernst Ludwig nach Darmstadt. Zu Lebzeiten, aber auch noch nach seinem viel zu frühen Tod 1908 war er regelrecht ein Star der europäischen Architektenszene. Er wird als Vertreter des Jugendstils geschätzt, aber seine Werke verweisen schon auf die Schlichtheit des Bauhauses.

Der Großherzog Ernst Ludwig beauftragt Olbrich 1899, die Künstlerkolonie zu entwickeln und zu erbauen – das Ergebnis ist heute ja noch, zumindest teilweise zu besichtigen. Das größte Exponat der Ausstellung ist sozusagen die Mathildenhöhe selbst, allen voran der Hochzeitsturm, hier links auf dem Bild.

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Sitzen im Museum XVIII

Geschrieben von am 14. März 2010 17:12

Kunstvoll Sitzen im Kunsthistorischen Museum

Meine Lieblings-Datenbank

Geschrieben von am 12. März 2010 09:51

Die Datenbank, die mich immer wieder begeistert, ist nicht deutsch, sondern französisch:

La Joconde beherbergt 366.000 Objekte, über die Hälfte davon mit Bild. Es sind Objekte aus über 280 Museen Frankreichs, die die ganze Bandbreite von Archäologie-, Kunst- oder kulturhistorische Museen abdecken. Auch wenn natürlich alles auf französisch ist, hat man schnell heraus, wie die Datenbank funktioniert. Man erhält umfassende Daten – über das Objekt und über das Museum, in dem sich das Stück befindet – manchmal mehr, manchmal weniger. Auch sehr schön ist, dass man die Funde als Lesezeichen speichern kann – was bei deutschen Objektdatenbanken oft nicht der Fall ist. Einfach perfekt!

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